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18.12.2015

Beznau könnte Axpo zu Fall bringen

Kategorie: News

Zürich - Das Atomkraftwerk Beznau ist ein grosses finanzielles Risiko für die Betreiberin Axpo, zeigt eine neue Studie im Auftrag von Greenpeace. Das Kraftwerk könnte gar zum „Sargnagel“ des Energieunternehmens werden.

Laut einer Studie im Auftrag von Greenpeace könnte der Weiterbetrieb des Atomkraftwerks Beznau die Axpo zu Fall bringen. Bereits seit Frühling 2015 ist der Block 1 des AKW ausser Betrieb. Wegen der Untersuchung von möglichen Materialfehlern darf Beznau 1 vor Juli 2016 nicht ans Netz gehen. Ausserdem sei es unklar, ob eine Wiederinbetriebnahme überhaupt möglich ist, betont Greenpeace in einer Mitteilung zur Studie. In jedem Fall sei ein Weiterbetrieb mit finanziellen Risiken verbunden. So koste die Produktion einer Kilowattstunde Beznau-Strom etwa 7 Rappen während Axpo auf dem Markt nur 4 Rappen dafür bekommt. Solange die Verkaufspreise höher sind als die Betriebskosten, sei der Weiterbetrieb noch ökonomisch zu gerechtfertigten. Gleichzeitig verursacht der Weiterbeitrieb jedoch immer höhere Kosten, so beispielsweise Investitionen in Nachrüstungen. Dies zerre wiederum an der  Innovations- und Investitionskraft von Axpo.

„Es darf nicht der Axpo-Chefetage allein überlassen werden, die Risikoabschätzung eines Weiterbetriebs von Beznau vorzunehmen“, sagt Florian Kasser, Atomexperte von Greenpeace Schweiz. Greenpeace fordert die Axpo deswegen auf, die ökonomischen Risikoanalysen des Konzerns offenzulegen. ssp


VZH