Sonntag, 23. Juli 2017 14:58 Uhr
19.05.2017

Scienceindustries fordert Schutz des geistigen Eigentums

Kategorie: News

Zürich - Scienceindustries fordert für neue Freihandelsabkommen den Schutz des geistigen Eigentums beim Import patentgeschützter Produkte. Gleichzeitig spricht sich der Dachverband der Pharma- und Chemiebranche gegen eine Haftpflicht für ausländische Tochterunternehmen aus.

Einer Mitteilung von Scienceindustries zufolge bekennt sich der Dachverband Chemie Pharma Biotech „zum Forschungs- und Produktionsstandort Schweiz, fordert aber eine rasche Lösung bei der Steuerreform 2017 und warnt vor zunehmenden Marktabschottungen“. Scienceindustries-Präsident Gottlieb Keller pocht dabei auf eine „Position der Stärke“ der Branche, die mehr als 45 Prozent der Schweizer Gesamtexporte generiert. 

Konkret fordert der Dachverband einen raschen Neuanlauf der Unternehmenssteuerreform III mit der Steuervorlage 17. Dabei sollten „die international verpönten Steuerregime“ abgeschafft und die Steuereinnahmen des Staates ohne steigende Steuerbelastung „langfristig gesichert“ werden, erläutert Keller in der Mitteilung. 

Bei neuen Freihandelsabkommen liegt Scienceindustries der Schutz der eigenen Patente am Herzen. Hier müsse sichergestellt werden, „dass der Import patentgeschützer Produkte als sogenannte Ausübung des Patents gelte“ fordert Keller. 

Die Unternehmensverantwortungsiniative, die eine Haftpflicht von Schweizer Unternehmen für ihre Tochtergesellschaften und Zulieferer vorsieht, wird vom Dachverbandspräsidenten als Auswuchs eines „kolonialistisch-paternalistischen Weltbilds“ bezeichnet, „das ganz in der Tradition des Imperialismus englischer oder französischer Machart“ stehe. „Die Schweiz sollte nicht in solche Fussstapfen treten“, so Keller. hs


VZH