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		<title>UZ Feed-News</title>
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		<description>Aktuelle News der UnternehmerZeitung</description>
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			<title>UZ Feed-News</title>
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		<lastBuildDate>Wed, 22 May 2013 08:27:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Der Kreditkartendschungel wächst weiter</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/der-kreditkartendschungel-waechst-weiter/</link>
			<description>Der Markt für Kreditkarten wächst über 10 Prozent jährlich. Viele Schweizer zahlen für ihr...</description>
			<content:encoded><![CDATA[
Kreditkarten sind heute aus dem Portemonnaie kaum mehr wegzudenken. Und immer mehr Schweizer geben sich nicht mit einer einzigen Karte zufrieden. „Viele Kunden besitzen bereits heute zwei oder noch mehr Karten“, sagt Urs Knapp, Mediensprecher der Swisscard. Der Markt für Plastikgeld wächst noch immer, durchschnittlich um 10 Prozent bis 15 Prozent pro Jahr.<br />

<b>Richtige Kreditkarte finden</b>&nbsp;<br />Entsprechend gross ist das Angebot. Rund 100 verschiedene Kreditkarten existieren hierzulande. Dabei gibt es grosse Unterschiede bezüglich Kosten und Nutzen. Die Konsumenten wählen dabei oft nicht die für sie optimale Karte aus. So zeigt eine Erhebung des Vergleichsportals bonus.ch bei über 3000 Personen auf, dass die Schweizer –gemessen am Nutzen, den sie daraus ziehen –zu viel für ihre Kreditkarten bezahlen und mit anderen Angeboten viel Geld sparen könnten.<br />

<b>Gratiskarten sind attraktiv</b>&nbsp;<br />Besonders attraktiv erscheinen Karten, für welche keine Jahresgebühr erhoben wird. Solche Gratiskarten werden etwa von den Detailhändlern Migros und Coop angeboten. Grosser Vorteil: Mit jedem Einsatz der Karte können Punkte für die jeweiligen Bonusprogramme gesammelt werden. Für viele Benutzer sind solche Karten die richtige Wahl. Entscheidend für die Wahl der geeigneten Kreditkarte ist jedoch nicht nur die Jahresgebühr, sondern vor allem das eigene Nutzungsverhalten. Dazu Stefan Rüesch, Bankenexperte bei comparis.ch:„Vorab sollten ein paar grundlegende Fragen geklärt werden. Zum Beispiel: Wozu will ich die Karte einsetzen und wie hoch soll die monatliche Ausgabenlimite sein?“ Denn hier gibt es erhebliche Unterschiede. Bei Karten ohne Jahresgebühr ist die Limite in der Regel tiefer als bei Karten mit Jahresgebühr. Gerade in den Ferien kann es dann zu unangenehmen Überraschungen kommen. Auch der jährliche Gesamtumsatz spielt laut Rüesch bei der Auswahl eine wichtige Rolle. Etliche Anbieter gewähren für die Jahresgebühr des Folgejahres stattliche Rabatte, wenn bestimmte Umsatzgrenzen erreicht werden. Vielnutzer sparen so die Jahresgebühren, während zurückhaltende Nutzer auf den vollen Gebühren sitzen bleiben.<br />

<b>Verzugszinsen können ins Geld gehen</b>&nbsp;<br />Auch die Möglichkeit zur Ratenzahlung kann ein Auswahlkriterium sein. „ Wer beabsichtigt, die monatlich anfallenden Rechnungen nicht immer vollumfänglich zu begleichen, sollte genau abklären, ob dies bei der bevorzugten Karte überhaupt möglich ist“, so Rüesch. Gerade bei Kreditkarten, die von Banken in Kombination mit einem Bankkonto angeboten werden, ist dies häufig nicht der Fall. Hier werden die monatlich über die Kreditkarte anfallenden Beträge automatisch dem Konto belastet. Zudem lohnen sich Vergleiche der anfallenden Verzugszinsen bei Teilzahlung. Diese können von Anbieter zu Anbieter stark variieren. Dasselbe gilt für Kosten bei Bargeldbezügen an Geldautomaten. Auch beim Einsatz der Karte im Ausland können je nach Anbieter unterschiedlich hohe Bearbeitungsgebühren anfallen. Ausserdem gibt es Unterschiede bei der Berechnung von Wechselkursen.<br />

<b>Nutzen von Zusatzangeboten prüfen</b>&nbsp;<br />Beinahe unüberschaubar sind die Zusatznutzen, mit denen die Anbieter ihre Karten anpreisen. Seien es Rabatte, Meilengutschriften bei Fluggesellschaften, Reiseversicherungen oder alle Arten von Sonderaktionen: Auch hier gilt die Devise: „Welchen Nutzen kann ich anhand meiner persönlichen Situation wirklich aus diesen Angeboten ziehen?“ So wird ein Reisemuffel mit Meilengutschriften und Rabatten bei der Buchung von Mietwagen nichts anfangen können. Umgekehrt haben Weltenbummler häufig pauschale Reiseversichrungen abgeschlossen, so dass der über die Kreditkarte gewährte Schutz für eine einzelne, mit der Kreditkarte gebuchte, Reise gar nicht zum Tragen kommt.

<b>Überblick schaffen im Dschungel</b>&nbsp;<br />Fazit: Ein Vergleich der verschiedenen Angebote lohnt sich. Doch wie verschafft man sich einen Überblick über Kosten und Leistungen der verschiedenen Kreditkartenanbieter? Oft ist die Hausbank eine geeignete Anlaufstelle. Die meisten Banken bieten eigene Kreditkarten an, die in der Regel in Verbindung mit einem Bankkonto beantragt werden. „Bei der Kreditkarte der Bank hat man alles aus einer Hand und erhält eine Karte, die dank der Beratung gut auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist“, sagt Daniel von Arx, Kommunikationsleiter der Luzerner Kantonalbank. Wer hingegen eine unabhängige Bedürfnisermittlung bevorzugt, findet dazu bei Vergleichsdiensten wie Comparis Hilfe. Hier wird zum einen anhand des individuellen Nutzerprofils die günstigste Karte vorgeschlagen. Zum anderen vermittelt das Portal einen umfassenden Überblick und Vergleich über die Zusatzangebote der einzelnen Karten. Eine Arbeit, die aufgrund des riesigen und teilweise sehr unübersichtlichen Angebotes alleine kaum zu bewältigen ist.]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 22 May 2013 08:27:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>USA werden Gas-Exporteur</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/usa-werden-gas-exporteur/</link>
			<description>Das US-Energieministerium hat eine Anlage zum Export von Flüssiggas nach Japan genehmigt. Jetzt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das amerikanische Energieministerium hat eine Anlage zum Export von Flüssiggas im texanischen Freeport genehmigt. Von dort soll das Gas nach Japan gehen. Freeport war erst vor wenigen Jahren gebaut worden, um Gas zu importieren. Seit durch das Fracking-Verfahren ungeheuere Gasvorkommen in den USA kommerziell genutzt werden können, hat sich die amerikanische Energiepolitik gewandelt. In den vergangenen Jahrzehnten war das Land Importeur von Energie, meist Öl. Mit dem Erdgas hofft die US-Regierung zum Exportweltmeister bei der Energie zu werden.<br /><b></b>

<b>Hoffnung auf weitere Genehmigungen</b>&nbsp;<br />Die Genehmigung zum Umbau der Anlagen im texanischen Freeport war notwendig, weil Japan kein Freihandelsabkommen mit den USA hat. An Länder mit solchem Abkommen durfte schon bisher geliefert werden, etwa an Kanada, Mexiko, Australien und Südkorea. Jetzt will der Betreiber ConocoPhillips rund zehn Milliarden Dollar (7,77 Milliarden Euro) in Freeport investieren. Die Anlage wurde erst vor fünf Jahren fertig gestellt, war aber zunächst nur für die Löschung importierten Flüssiggases ausgelegt.<br />Die Umwidmung von Freeport zu einer Export-Station zeigt den ganzen Wandel in der US-Energiepolitik. Die republikanische Senatorin Lisa Murkowski aus Alaska begrüßte die Freigabe durch das Energieministerium: „Diese Entscheidung ist ein Sieg für alle, die daran glauben, dass freier Handel gut für die Wirtschaft Amerikas ist.“ <br />„Ich hoffe jetzt, dass weitere Einrichtungen in absehbarer Zeit eine ähnliche Erlaubnis bekommen“, kommentierte Freeport-Chef Michael Smith. „Unser Land braucht diese Exporte zugunsten der Arbeitsplätze, der Handelsbilanz und aus geopolitischen Gründen. Unsere Verbündeten verlangen danach.“

<b>Kritik der Umweltschützer </b>&nbsp;<br />Nach dem Schließen seiner Kernkraftwerke hat Japan einen ungeheueren Bedarf an Gas-Einfuhren entwickelt. Laut einem Vertrag zwischen ConocoPhillips, Osaka Gas und Chubu Electric wird Japan 20 Jahre lang Gas aus Freeport beziehen bei einer Tagesmenge von 1,4 Milliarden Kubikfuss (39,6 Milliarden Liter) Flüssiggas.<br />Die Export-Genehmigung an Nicht-Freihandelsländer für Freeport war die zweite dieser Art. Vor zwei Jahren schon hatte das Energieministerium dies für das Terminal Sabine Pass in Louisiana vollzogen. <br />Kritik daran kommt von den Umweltschützern. Sie erkennen zwar an, dass wachsende Ausfuhren Jobs in den USA schaffen und den dringend benötigten Anschub für die amerikanische Wirtschaft geben können. Aber die Kehrseite ist die Zunahme von Treibhausgasen und Umweltverschmutzung der Luft und des Wassers. „Mehr Bohren bedeutet mehr Fracking und damit mehr Verschmutzung von Luft und Wasser sowie vom Klimawandel ausgelöste Wetter-Katastrophen wie im vergangenen Jahr“, sagt Deb Nardone vom Umweltschutzverband Sierra Club in San Francisco.<br /><b></b>

<b>Gewaltige Steigerungsrate</b>&nbsp;<br />In seltener Einmütigkeit mit den Umweltverbänden kritisieren auch Chemieunternehmen die geplante Exporterweiterung beim Erdgas. derzeit liegt der Preis für Erdgas bei 4,17 Dollar (3,24 Euro) für ein Kubikfuss (28,3 Liter). Laut US-Energieministerium ist das der höchste Preis seit Juli 2011. Im Vergleich zum öl ist das billig. Aber DOW Chemical warnt, dass zuviel Export die Preise steigen lassen werde, was zu negativen Folgen in der US-Wirtschaft führe, die in großem Umfang Erdgas verbrauche. Wie auch die amerikanischen Haushalte. „Jeder Dollar für Erdgasverwendung in der heimischen Wirtschaft schafft einen Mehrwert von acht Dollar in der gesamten Volkswirtschaft – viel mehr, als der Export einbringen würde“, heißt es bei DOW. Das Unternehmen ist im Übrigen mit fünf Prozent an der Anlage in Freeport beteiligt.<br />Auch wenn der Export stark steigt, so haben die USA dennoch eine Menge an Erdgas für sich selber übrig. Das Energieministerium will die Produktion im kommenden Jahr auf 70,1 Milliarden Kubikfuss steigern, das sind fast zehn Milliarden mehr als im vergangenen Jahr. Derzeit liegt die Exportkapazität der USA bei 28,7 Milliarden Kubikfuss pro Tag. ]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 21 May 2013 08:12:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Maduro importiert Klo-Rollen  </title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/maduro-importiert-klo-rollen/</link>
			<description>Venezuelas Präsident Maduro hat den Ankauf von 50 Millionen Toilettenrollen im Ausland verkündet....</description>
			<content:encoded><![CDATA[

Mit dem Ankauf von bis zu 50 Millionen Rollen Toilettenpapier im Ausland will die neue venezolanische Regierung ihre Handlungsfähigkeit beweisen. Die Opposition „wird uns nicht kleinkriegen“, sagte Handelsminister Alejandro Fleming bei der Vorstellung des Einkaufsplans. Venezuela produziere genügend Toilettenpapier, aber die Opposition und ihre „Medienkampagne“ hätten zu einer „gesteigerten Nachfrage“ geführt. Deshalb werde man „den Mark jetzt sättigen“, so Fleming.<br />&nbsp;<br />Ernster als der ideologisch eingefärbte Streit ums Klopapier ist die Versorgungslage bei Lebensmitteln. Venezuela produziert nicht genug für den Verbrauch seiner Bevölkerung. Sporadisch treten deshalb Versorgungsengpässe auf. Bei seiner jüngsten Besuchsreise durch die Staaten des Handelsbündnisses Mercosur hat denn Präsident Nicolás Maduro auch Lebensmittellieferungen an sein Land vereinbart. 760.000 Tonnen Lebensmittel sollen aus Argentinien, Uruguay und Brasilien kommen, verkündete Ernährungsminister Félix Osorio am Dienstag. Die Lieferungen sollen noch diese Woche beginnen.<br /><b></b>

<b>Preise steigen um 20 Prozent</b>&nbsp;<br />Obwohl die Lebensmittelpreise bei einigen Produkten um rund 20 Prozent gestiegen sind, soll diese Lieferung nicht in den Verbrauch gehen sondern den Grundstein für eine nationale Lebensmittelreserve bilden. Ziel ist laut Minister Osorio ein Notdepot der wichtigsten Grundnahrungsmittel, das die Versorgung des Landes für drei Monate sichert. Dort sollen rund 2,3 Millionen Tonnen Lebensmittel lagern. Für die Lieferungen aus Argentinien, Uruguay und Brasilien werden 600 Millionen Dollar (462 Millionen Euro) bezahlt.<br />Erst am Wochenende hatte Präsident Maduro eingeräumt, dass Venezuela unter einer „akuten Mangelversorgung“ bei einigen Produkten leide. Maduro machte Privatunternehmen verantwortlich, die angeblich Waren horten, um seine Regierung in Bedrängnis zu bringen. Seine Reise durch Argentinien, Uruguay und Brasilien habe ihm Erkenntnisse gebracht, wie Venezuela zum Selbstversorger im Lebensmittelbereich werden könne.<br />Minister Osorio kündigte auch eine Erhöhung der staatlich kontrollierten Preise für Geflügel, Rindfleisch, Milch in allen Formen und Käse um 20 Prozent an.<br />Teurer sind auch die besagten Toilettenrollen. Obwohl das Land, laut Minister Fleming,&nbsp; 125 Millionen Rollen pro Monat verbraucht und es „keine Produktionsengpässe“ gibt, ist das Hygieneprodukt im Handel knapp.<br />In San Cristobal, so berichtet die Zeitung el Mundo America, verkauften die Händler nur vier Rollen Toilettenpapier pro Haushalt, meist werden jedoch die großen Rollen angeboten, wie sie auf Toiletten von Restaurants oder Supermärkten üblich sind. Eine kostet 100 Bolivar, umgerechnet 12,5 Euro. „Als ich für meine fünfköpfige Familie – mein Mann, drei Kinder und ich – Deodorant einkaufen wollte, sagte man mir an der Kasse, ich dürfe nur zwei Dosen mitnehmen.“ Ähnlich knapp ist Zahnpasta.

<b>Militär mit Polizeigewalt</b>&nbsp;<br />In seiner, vom Vorgänger Chavez übernommenen, samstäglichen Rundfunk- und Fernsehansprache kündigte Präsident Maduro den „Plan Sicheres Vaterland“ (Plan Patria Segura) an. Das Militär soll auf den Strassen patrouillieren und erhält Polizeigewalt. Begonnen wurde am Montagmorgen mit den Patrouillen im Bundesstaat Miranda, andere Bundesstaaten sollen folgen. In Miranda ist Maduros Gegenkandidat bei den Präsidentschaftswahlen, Henrique Capriles, Gouverneur. Die Opposition sieht denn auch eine Einschüchterungskampagne.<br />Tatsächlich aber ist Venezuela eines der unsichersten Lände der Welt. Statisch werden jeden Tag 54 Morde begangen. Maduro versicherte denn auch, die Soldaten seien nur dazu da, „das Volk zu schützen.“ ce.&nbsp;&nbsp; ]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 16 May 2013 08:09:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Geheimdienst spioniert Agentur aus</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/geheimdienst-spioniert-agentur-aus/</link>
			<description>Gleich zwei große US-Nachrichtenagenturen sind von Schnüffelskandalen betroffen, wenn auch in...</description>
			<content:encoded><![CDATA[

Die amerikanische Regierung spioniert Journalisten aus. Diese spionieren ihrerseits Banker aus. Am Montag gab die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) bekannt, dass das Justizministerium Telefonate von Journalisten überwacht und sich über deren Recherche informiert hat. Nur wenige Tage zuvor war bekannt geworden, dass Journalisten von Bloomberg News das hauseigene Informationssystem missbrauchten, um sich über die Aktivitäten von Bank-Führungskräften zu informieren.

<b>Pressefreiheit bedroht</b>&nbsp;<br />Für zwei der größten amerikanischen Nachrichtenschmieden hagelt es nun öffentliche Reaktionen. Die einen werden bemitleidet, die anderen verachtet. Während aufgrund der Überwachung von AP bereits teilweise vom Ende der Pressefreiheit gesprochen wird, prüfen Finanzamt und Zentralbank eine Klage gegen Bloomberg News.<br />&nbsp;<br />Das Justizministerium hat AP bislang nicht offenbart, warum insgesamt rund 20 Telefonanschlüsse überwacht worden sind. Aufgrund des Zeitpunkts wird jedoch gemutmaßt, dass die Abhöraktion in Zusammenhang mit einem durch den Geheimdienst Central Intelligence Ageny (CIA) vereitelten Terroranschlag im Jemen steht. AP veröffentlichte darüber im Mai vergangenen Jahres einen Artikel.<br />&nbsp;<br />AP-Präsident Gary Pruitt schrieb nun einen öffentlichen Brief an Generalstaatsanwalt Eric Holder, in dem er sagt, die Regierung habe die Verfassung verletzt. „Es kann keine mögliche Rechtfertigung dafür geben, dass in diesem Umfang Telefonate von The Associated Press überwacht wurden“, schrieb Pruitt. „Diese Aufzeichnungen offenbaren vielleicht Informationen über geheime Quellen aus allen Bereichen, in denen AP in dem Zeitraum von zwei Monaten tätig war. Man könnte daraus einen Überblick über die Aktivitäten von AP erhalten. Die Regierung hat jedoch kein Recht, diese Informationen zu kriegen.“

<b>Überwachung ist legal</b>&nbsp;
Holder ordnete die Überprüfung im Juni 2012 an. Zum selben Zeitpunkt genehmigte er auch die Überprüfung der „New York Times“. Diese berichtete über die Verwendung des Stuxnet-Virus durch die USA und Israel. Mit dem Virus sollte das iranische Atomprogramm geschädigt werden. Was aus dieser Untersuchung wurde, ist unklar.<br />&nbsp;<br />Steven Aftergood, Direktor des Projekts für Regierungsgeheimnisse bei der Vereinigung amerikanischer Wissenschaftler ist entsetzt. „Sie haben einfach eine große Sammlung an Journalistengesprächen angelegt. Das ist ein erstaunlicher Angriff auf die Grundwerte der Gesellschaft.“ Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Washington gibt hingegen an, die Untersuchungen seien legal.

<b>Bloomberg entschuldigt sich</b>&nbsp;<br />Dass sich Journalisten von Bloomberg News über die Aktivitäten von Bankern informieren, ist nur durch einen Zufall bekannt geworden. Ein Journalist befragte einen Angestellten von Goldman Sachs nach dessen Kollegen. Ob dieser das Unternehmen gewechselt habe, schließlich habe er sich nicht beim Informationsservice von Bloomberg angemeldet, wollte der Journalist wissen.<br />&nbsp;<br />„An der Wall Street ist Anonymität von entscheidender Bedeutung“, meint Michael Driscoll, Wirtschaftsprofessor an der Adelphi Universität. „Die eigenen Spuren zu verwischen, ist vorrangig. Wenn Bloomberg-Journalisten da eine Grenze überschritten haben, ist das ein großes Problem.“<br />&nbsp;<br />Bloomberg News räumte inzwischen ein, dass Journalisten die Bloomberg-Informationsgeräte genutzt hätten, die nicht nur an der Wall Street, sondern auch bei Regierungseinrichtungen weit verbreitet sind. Die Angestellten von Bloomberg seien technisch in der Lage, Bewegungen wie An- und Abmeldungen zu sehen, werden aber angehalten, diese Vorgänge nicht zu überprüfen. Der Chefredakteur von Bloomberg News, Matthew Winkler, entschuldigte sich für den Vorgang. ce<br />&nbsp;]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 15 May 2013 08:01:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Zeitung kehrt zurück</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/die-zeitung-kehrt-zurueck/</link>
			<description>Die Zeiten, in denen in den USA nur um Klicks und digitale Werbekunden gekämpft wurde, sind vorbei....</description>
			<content:encoded><![CDATA[

Die „Times Picayune“ aus New Orleans zeigt sich reumütig. Noch vor zwei Jahren hatte das Blatt seine gedruckte Auflage heruntergefahren, später nur noch drei Mal die Woche eine Ausgabe gedruckt. Alle Kraft wurde auf die Internet-Ausgabe der Zeitung gesetzt. Das ging reichlich schief. Jetzt soll an den Tagen ohne großformatige „TP“ wenigstens eine Ausgabe im kleineren Tabloid-Format gedruckt werden. „Die Web-Seite bleibt enttäuschend“, befindet der ehemalige Chefredakteur der Times Picayune, Jed Horne. Die Leute, die sich für das interessieren, was das Lokal- und Regionalblatt an Information bietet, greifen offenbar lieber zum Gedruckten. Verleger Ricky Mathews versichert aber, dass es am Konzept des Multimedia-Auftritts mit ruck und Internet festhalten wolle.<br />Die Entwicklung bei der „PT“ spiegelt einen überraschenden Hoffnungsschimmer in der Zeitungswelt der Vereinigten Staaten wieder: Gedrucktes ist nicht „out“.<br />

<b>Rückkehr zum Gedruckten</b>&nbsp; <br />Im vergangenen Jahrzehnt haben die meisten amerikanischen Zeitungen an Leserschaft ihrer gedruckten Ausgaben verloren, das aber keineswegs durch digitale Zeitungen im Internet wettgemacht. Der Kostendruck zwang die Verlage zum Sparen, auch und insbesondere beim Personal. Weniger Redakteure bedeuteten aber weniger eigene Information für die Leser. Gleichzeitig wurden andere Informationsmedien für viele Menschen interessanter als die gute alte Zeitung.<br />Jetzt aber könnte sich das Blatt wenden. Seit Beginn der wirtschaftlichen Erholung in den USA steigen auch die Auflagen der Zeitungen wieder. So hat der Philadelphia Inquirer angekündigt, dass es die vor zwei Jahren aus Kostengründen eingestellte dicke Samstagausgabe wieder geben werde.&nbsp; &nbsp;<br />Die Auflagen der beiden größten Zeitungen in den USA, Wall Street Journal und New York Times steigen ebenfalls. Grosse und bekannte Investoren wie Warren Buffet setzten wieder auf Zeitungen und empfehlen Anlagen im Verlagswesen.<br />Von einigen positiven Ausreißern abgesehen befinden sich Amerikas Zeitungen allerdings noch immer im Sinkflug. Die Auflagenkontrolleure der Alliance of Audited Media (AAM) haben festgestellt, dass die Gesamtauflage im März 2013 um 07, Prozent unter der des Vergleichsmonats des Vorjahres lag. Die Leserschaft digitaler Ausgaben im Internet stieg um 19 Prozent, gegenüber 14 Prozent 2012.<br />

<b>WASJ und NYT legen zu</b>&nbsp;<br />Unberührt davon steigen die Zahlen beim Wall Street Journal (WSJ), das sich ebenso wie die New York Times (NYT) an die amerikanischen Eliten richtet. Das WSJ hat seine verkaufte Auflage seit dem vergangenen Jahr um zwölf Prozent gesteigert. Sie liegt – Print und digitale Ausgabe zusammen – bei 2,38 Millionen. Zwölf Prozent der Steigerung kamen aus der Zunahme der Leser der Web-Ausgabe.<br />Bei der New York Times läuft es ähnlich. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Leserschaft um 18 Prozent auf 1,87 Millionen. Davon entfallen 1,13 Millionen auf die „digital edition“ – eine Zunahme um 32 Prozent.<br />Anders als viele der kleineren Zeitungen sind die digitalen Ausgaben von New York Times und Wall Street Journal kostenpflichtig für den Leser.

<b>Investoren sehen gute Zukunft</b>&nbsp;<br />Investoren-Legende Warren Buffett schrieb in seinem jüngsten Anleger-Brief vom März, er setzte weiter auf die traditionellen Zeitungen. Seine Firma Berkshire Hathway hat in den vergangenen 15 Monaten für 344 Millionen Dollar (265,1 Millionen Euro) ganze 28 Tagezeitungen gekauft. „Zeitungen mit einem umfassenden und zuverlässigen Informationsangebot für eine eng angebundene Zielgruppe und mit einer sensiblen Internet-Strategie werden noch lange Zeit überleben“, schrieb Buffett.<br />Auch andere Investoren wollen Zeitungen kaufen. Etwa die beiden Brüder Charles und David Koch, die wegen ihres finanziellen Engagements für die rechte Tea Party bekannt wurden. Sie haben ein Angebot für die Tribune Company vorgelegt. Die gibt mehrere regional bedeutenden Zeitungen heraus, wie&nbsp; The Baltimore Sun, The Chicago Tribune, The Hartford Courant, The Los Angeles Times und The Orlando Sentinel.<br />Die Linke in den USA hat vehement dagegen protestiert. Abgesehen von aller Politik zeigt das aber, dass erfolgreiche Investoren den Zeitungen noch immer eine Zukunft geben. ce.]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 14 May 2013 07:58:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Branson wird Stewardess</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/branson-wird-stewardess/</link>
			<description>Virgin-Boss Branson schlüpft für einen Tag in ein Stewardess-Kostüm und serviert bei der Konkurrenz...</description>
			<content:encoded><![CDATA[

Am Sonntag ist es nun endlich soweit: Virgin-Boss Richard Branson schlüpft in das rote Kostümchen der AirAsia X-Stewardessen und serviert auf dem Flug der Konkurrenz-Airline vom westaustralischen Perth nach Kuala Lumpur Kaffee, Tee und warme Mahlzeiten. Branson hatte im Jahr 2010 eine Formel Eins-Wette gegen den AirAsia-Chef Tony Fernandes verloren. Am Wochenende löst der britische Multimilliardär seine Wettschulden nun auf dem sechsstündigen Flug nach Malaysia endlich ein. Fernandes, der früher selbst für Richard Branson arbeitete und ihn als seinen Mentoren bezeichnet, konnte die Schadenfreude über die gewonnene Wette nicht ganz verbergen. In einer Pressemitteilung ließ er verlauten: “Es ist ein peinlicher Moment, wenn man an die alten Zeiten denkt, als ich noch für Richard gearbeitet habe. Und es ist ziemlich lustig zu denken, dass Richard nun für mich als eine schicke Stewardess arbeiten wird.”<br /><b></b>

<b>Milliardär muss Stöckelschuhe tragen</b>&nbsp;<br />Branson wird für seinen Arbeitstag in der Luft Strümpfe und einen Rock anziehen müssen. Doch das wird noch nicht alles sein. „Der Tag der Abrechnung ist für Sir Richard endlich gekommen“, freute sich Tony Fernandes. &quot;Als eine Stewardess von AirAsia X muss er unserem Dresscode entsprechen und dazu gehört, seine Beine zu rasieren, hochhackige Schuhe zu tragen, Makeup aufzulegen und in AirAsia’s berühmte rote Uniform zu schlüpfen.“<br />Richard Branson nimmt die Aktion jedoch mit viel Gelassenheit. “Ich habe in meiner Zeit schon einige außerordentliche Sachen gemacht, aber das wird sicher ganz oben auf der Liste unter den besten rangieren.“ Er werde sein Wort auf alle Fälle halten, nur müsse er vorher noch üben, auf Stöckelschuhen zu gehen.<br /><b></b>

<b>Branson gab Erfolgstipps für Studenten</b>&nbsp;<br />Doch vor seiner Aktion am Sonntag machte der Virgin-Chef auch noch mit anderen Themen Schlagzeilen. Am Freitag sprach der erfolgreiche Geschäftsmann vor australischen Studenten der University of Queensland Business School und riet diesen klipp und klar von ihrem Universitätsabschluss ab. Seiner Meinung nach sei es ziemlich schwierig, Erfolg an der Universität zu lehren. „Als Unternehmer musst du nur addieren, subtrahieren und multiplizieren können. Und das sollte man schon mit 15 Jahren können.” Wirklich wichtig sei, Produkte zu entwickeln, die die Menschen wirklich wollten. Der junge australische Geschäftsmann Mick Spencer, der mit knapp über 20 seine eigene erfolgreiche Sportartikelfirma OnTheGo führt, stimmte Branson bei der Veranstaltung zu. Auch seiner Meinung nach kreierten Universitäten eher Angestellte als Arbeitgeber...

<b>Mehr Frauen in Vorstandspositionen</b>&nbsp;<br />Richard Branson lehnte sich aber noch mit weiteren Themen in Australien weit aus dem Fenster. Er forderte nicht nur Universitäten dazu auf, sich „auf den Kopf zu stellen“, sondern auch alle Unternehmen, „eine Kraft des Guten“ zu werden. Außerdem forderte Branson, dass Unternehmen Frauen deutlich mehr einbinden sollten. „Es ist unglaublich, dass die meisten Vorstandszimmer nur maximal eine oder zwei Frauen haben.“ Er verwies auf Skandinavien, das Unternehmen dazu „zwang“, Frauen in den Vorstand von Unternehmen zu berufen und auf die positiven Effekte, die sich daraus entwickelt hätten - wie eine verbesserte Unternehmenskultur. „Ich habe das in unseren eigenen Firmen noch nicht geschafft“, gab er zu. „Ich denke, es ist wirklich etwas, das das Gesetz durchsetzen muss.“<br />Auch in Australien sind die Vorstandsetagen hauptsächlich von Männern besetzt. Die lokale Tageszeitung Brisbane Times zitierte eine Studie aus dem Jahre 2012, nach der über 60 Prozent der 200 größten australischen Unternehmen keine einzige Frau in einer höheren Managementposition haben. ce.]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 13 May 2013 08:27:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Pop-Musik mit Aktien-Touch</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/pop-musik-mit-aktien-touch/</link>
			<description>Was sich in Japans Musikszene abspielt erinnert ein wenig an den Pop-Song „Wir steigern das...</description>
			<content:encoded><![CDATA[

Das Publikum johlt. „Investitionen“, „Geldpolitik!“, kreischen die Fans in Richtung Bühne. Nein, das ist kein Seminar eines charismatischen Wirtschaftsgurus, der seinen Jüngern den ultimativen Weg zum schnellen Geld offenbart, sondern ein Pop-Konzert in Tokios Anime- und Mangaparadies Akihabara. „Machikado Keiki Japan“, frei übersetzt etwa „Konjunkturlage auf den Straßen Japans“, nennen sich die vier jungen Mädels, die zu Dance-Pop-Rythmen in ultrakurzen Miniröckchen über die Bühne hüpfen. „Weg mit dem starken Yen! Quantitative Lockerung! Vergiss bloß nicht die öffentlichen Investitionen“, singen sie. Wieder jubeln und grölen die hauptsächlich männlichen Fans in Businessanzügen. „AbenoMIX“ heißt die Debüt-Single der Nachwuchssängerinnen in Anlehnung an die Wirtschaftspolitik des neuen japanischen Premiers Shinzo Abe, die in Medien häufig als Abenomics bezeichnet wird. Während in japanischen Konzernzentralen die ersten Erfolge der Abenomics gefeiert werden, hat es der „AbenoMIX“ in nur einem Monat zum Superhit in Akihabara, dem Mekka der Otaku-Szene, geschafft.<br />

<b>Rocklänge nach Aktien-Lage</b>&nbsp;<br />„Wir wählen unsere Kostüme anhand der aktuellen Aktienpreise aus“, erklärt die 23jährige Sängerin Kanon Mori das Motto der Girlie-Band. Je höher der Nikkei-Index steigt, desto kürzer werden die Röcke der vier Schülerinnen und Studentinnen. „Aber sollte der Nikkei unter 10.000 Punkte fallen, treten wir in langen Röcken auf“, fügt sie hinzu. Doch seit ihrem Debüt Anfang April sind die Röcke fast ausschließlich kürzer geworden. Um gut 1.000 Punkte ist der Nikkei seither gestiegen. An manchen Tagen, als der Nikkei-Index an der 14.000 Punkte-Marke kratzte, traten die jungen Akihabara-Stars sogar ganz ohne Rock, nur in heißen Hotpants, auf. Am Dienstag durchbrach der Index erstmals seit dem Lehmann-Schock vor knapp fünf Jahren wieder die 14.000-Punkte-Marke. Auch am Mittwoch und Donnerstag schloss der Nikkei über 14.000 Punkten. Auf ihrer Webseite hatte die Band für diesen Fall eine „ultimative Version“ ihrer Kostüme angekündigt. Viel zu kürzen haben die Mädels allerdings nicht mehr. Die Fans sind gespannt auf den nächsten Auftritt.<br />

<b>Wirtschaftsboom bringt Mini-Röcke</b>&nbsp;<br />Aber warum überhaupt kurze Röcke, wenn es der Wirtschaft gut geht? „In den 1960er Jahren boomten die Miniröcke genau zeitgleich mit dem japanischen Wirtschaftswunder“, erklärt Sängerin Mori. Auch während der Wirtschaftsblase in den 1980er Jahren, als der Nikkei-Index in Rekordhöhen von mehr als 38.000 Punkten schwebte, seien bei Japans Disco-Fans sehr körperbetonte Röcke in Mode gewesen, fügt Mori hinzu, die sich vor ihrer Band-Karriere nicht besonders für Wirtschaft interessierte. Die Konjunkturentwicklung sei stark abhängig von der Stimmung der Leute, ergänzt Kollegin Yuki Sakura. Ihre Band wolle dazu beitragen, die positive Stimmung, die seit Neuestem in Japan herrsche, weiter anzuheizen, so die 20jährige Studentin, die an der elitären Tokio Universität eingeschrieben ist. <br /><b></b>

<b>Keki heißt Keks und Konjunktur</b>&nbsp;<br />So gut wie jetzt war die Stimmung in japanischen Wirtschaftskreisen schon lange nicht mehr. Die letzten 20 Jahre bezeichnen Wirtschaftsexperten wegen der hartnäckigen Deflation, gepaart mit ultraschwachem Wachstum und einem dicken Reformstau gerne als „verlorene Dekaden“. Doch seit Premierminister Shinzo Abe im vergangenen Dezember das Ruder übernommen und zu radikalen Maßnahmen zur Deflationsbekämpfung greift, steigt die Stimmung im Land. Nachdem Abes Wunschkandidat den Chefsessel der Bank of Japan übernommen und ein gigantisches Ankaufprogramm für Staatsanleihen vorgestellt hat, hat der Höhenflug der Aktienpreise noch einmal an Geschwindigkeit gewonnen.<br />Moris Girlie-Band hat sich jedenfalls schon ein neues Ziel gesetzt: Sobald der Nikkei die 15.000 Punkte-Marke durchbricht, wollen die vier Nachwuchsidole auf Tokios Straßen kostenlos Kuchen verteilen. Kuchen heißt nämlich „keki“ auf japanisch, was genau so ausgesprochen wird wie „Konjunktur“. Auf Röcke werden die vier dann nach Informationen japanischer Medien selbstverständlich ganz verzichten. ce.]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 10 May 2013 08:02:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Hollande sucht die Balance</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/hollande-sucht-die-balance/</link>
			<description>Ein Jahr nach seinem Amtsantritt wird Frankreichs Präsident an der Wirtschaftslage des Landes...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zum einjährigen Amtsjubiläum schlägt François Hollande mehrere Rekorde, wenn auch wenig erfreuliche. Dazu gehört der nie da gewesene Unbeliebtheitswert eines französischen Präsidenten: Nur noch ein Viertel der Menschen vertraut ihm noch. Die Arbeitslosenquote erreicht mit 10,6 Prozent einen neuen Höchststand, bei den unter 25-jährigen ist mehr als jeder Vierte ohne Stelle. Mit 93 Prozent der Wirtschaftsleistung wird die Staatsverschuldung in diesem Jahr so hoch wie nie liegen.

<b>EU-Kommission warnt</b>&nbsp;<br />Der Präsident weiß, dass Europas zweitgrößte Volkswirtschaft als „Sorgenkind“ gilt. Aber kennt er auch den Weg aus der Krise? Sein Versprechen, er werde den Haushalt sanieren, zugleich das Wachstum ankurbeln und eine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt herbeiführen, verfängt nicht. Während die konservative Opposition Maßnahmen wie ein Ende der 35-Stunden-Woche fordert, die auch sie in ihrer Zeit an der Macht nicht umgesetzt hat, gehen die Budget-Anstrengungen den Linken und Teilen der sozialistischen Mehrheit längst zu weit. Selbst Regierungsmitglieder kritisieren Hollandes Sparkurs als zu einseitig, weil er Wachstumschancen zunichte mache. Am Wochenende folgten Tausende dem Aufruf des Linkspopulisten Jean-Luc Mélenchon, ausgerechnet gegen die Sparpolitik eines sozialistischen Präsidenten zu protestieren.<br />&nbsp;<br />Doch Hollande bleibt wenig Handlungsspielraum angesichts der leeren Staatskassen. Zwar gewähren die Märkte immer noch historisch niedrige Zinsen, obwohl Frankreich die Bestnote AAA inzwischen entzogen wurde. Doch die Regierung musste einräumen, das Ziel zu verfehlen, 2013 die Neuverschuldung unter die im EU-Stabilitätspakt festgeschriebene Grenze von drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu drücken. Die EU-Kommission geht sogar von 3,9 Prozent 2013 und 4,2 Prozent 2014 aus. Erleichtert wurde in Paris aufgenommen, dass sie zwei Jahre Aufschub gewährt, allerdings verknüpft mit der Mahnung nach strukturellen Reformen. Die Prognosen der französischen Regierung seien viel zu optimistisch, kritisierte EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn. Während diese immer noch auf ein Wachstum von 0,1 Prozent in diesem Jahr setzt, geht auch der Internationale Währungsfonds von einer Rezession aus.<b></b>

<b>Hollande kündigt Investitionsplan an</b>&nbsp;<br />Hollande will bei der Ursache für die Firmenpleiten, Sozialpläne und die dramatische Deindustrialisierung Frankreichs in den vergangenen Jahren ansetzen: den hohen Arbeitskosten. Im Herbst wurde ein Wettbewerbspakt mit milliardenschweren Steuergutschriften für Unternehmen beschlossen, außerdem handelten die Sozialpartner eine Einigung aus, die mehr Flexibilität für sie und als Grundlage für eine Arbeitsmarktreform dient. Hollande setzt außerdem auf subventionierte „Zukunftsarbeitsstellen“ für junge Leute und „Generationenverträge“, welche die Einstellung eines unter 25-jährigen bei gleichzeitiger Beschäftigung eines Seniors fördern. Für die kommenden Wochen kündigte er einen „Investitionsplan“ an.<br />&nbsp;<br />Skeptiker mahnt er zur Geduld: Seine Reformen würden erst mit der Zeit ihre Wirkung entfalten. Doch die Ungeduld ist groß. So deutlich wie der deutsche FDP-Politiker Rainer Brüderle werden allerdings wenige: Die sozialistische Regierung wirtschafte das Land herunter, sagte er, Frankreich sei nicht mehr auf Augenhöhe. Die französischen Sozialisten wiederum kritisierten in einem Positionspapier mit scharfen Worten, die in einem ersten Entwurf Kanzlerin Angela Merkel direkt angriffen, den zu rigiden Sparkurs der europäischen Konservativen. Auch Finanzminister Pierre Moscovici sagte bei einem Besuch in Berlin, die Konsolidierung der Staatsfinanzen sei ein Muss, aber „eine zu starke Reduzierung der Defizite bringt uns nicht weiter.“ Die rechte Balance zu finden, ist Hollandes größte Herausforderung. ce]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 08 May 2013 08:23:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„Wir wollen gleichlange Spiesse“</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/wir-wollen-gleichlange-spiesse/</link>
			<description>Liechtenstein hat sich 2008 als erstes Offshore-Finanzzentrum in Europa vom Schwarzgeld...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Wird die Regierung die Weissgeldstrategie weiterfahren, die Ihre Vorgängerregierung begonnen hat?</b>&nbsp;<br />Adrian Hasler: Ja, auf jeden Fall. Liechtenstein hat im Jahr 2009 die Liechtenstein-Erklärung abgegeben und sich damit auch ganz klar positioniert. Wir stehen zu unserer Strategie der Steuerkonformität und der grenzüberschreitenden Steuerkooperation nach Massgabe der internationalen OECD-Standards. Dies wird international auch anerkannt und Liechtenstein ist ein glaubwürdiger Partner. Auch meine Regierung hält an dieser Strategie fest.<br /><br />

<b>Was geschieht mit den Schwarzgeldern, die jetzt ja noch da sind?</b>&nbsp;<br />Unser Ziel ist es, dass wir eine Lösung für die Vergangenheit und die Zukunft finden und rechtlich absichern. Dies liegt im Interesse des Kunden und des Finanzplatzes, aber auch im Interesse jener Staaten, welche ihre Ansprüche geltend machen.

<b>Streben Sie weitere Steuerabkommen an?</b>&nbsp;<br />Es wird sicherlich neue Steuerabkommen geben. Wir sind daran interessiert, dass wir mit jenen Ländern Abkommen abschliessen können, die für unsere international orientierte Wirtschaft wichtig sind. Wie zum Beispiel die gerade in Kraft getretenen Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland und Grossbritannien. Die Steuerabkommen bieten einerseits wichtige Rechts- und Planungssicherheit für unsere Kunden und zeigen andererseits auch die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes für unsere ausländischen Partnerstaaten.

<b>Welche Länder haben Sie im Sinn?</b>&nbsp;<br />Im Raum stehen weitere Staaten wie zum Beispiel die Schweiz, Frankreich und Italien sowie die USA und andere Länder ausserhalb Europas. In der ersten Phase nach der Liechtenstein-Erklärung wurde versucht, möglichst rasch Abkommen abzuschliessen. Damit haben wir die Umsetzung unserer eingegangenen Verpflichtungen sichtbar dokumentiert. Mittlerweile haben wir über 30 standardkonforme Abkommen. Das sind grösstenteils Abkommen zum Steuerinformationsaustausch und einige Doppelbesteuerungsabkommen. Unsere Priorität ist, unser Netz an Doppelbesteuerungsabkommen auszubauen.

<b>Luxemburg akzeptiert künftig den automatischen Informationsaustausch. Wird Liechtenstein folgen?</b>&nbsp;<br />Wir beobachten diese Entwicklungen sehr genau. Luxemburg hat sich dazu bekannt, nach 2015 den automatischen Informationsaustausch umzusetzen. Österreich hat sich noch nicht klar geäussert. Wir lehnen einen automatischen Informationsaustausch nicht per se ab. Aber für uns sind gleichlange Spiesse und klare, vernünftige Regeln wichtig. Und aktuell ist der automatische Informationsaustausch noch nicht OECD-Standard. Der Schutz der Privatsphäre ist und bleibt weiterhin wichtig. Wir sind uns aber auch bewusst, dass der Druck in Europa nach mehr Transparenz zunehmen wird. Liechtenstein verschliesst sich keinen Lösungsansätzen, wenn sie mit soliden bilateralen Abkommen untermauert werden.

<b>Welche Zukunft hat der Finanzplatz Liechtenstein, wenn künftig auf Schwarzgeld verzichtet wird?</b>&nbsp;<br />Unser Finanzplatz wird auch in Zukunft attraktiv und wettbewerbsfähig sein. Wir haben sehr gute Rahmenbedingungen, sehr qualifizierte Personen vor Ort und können so auch in der Zukunft massgeschneiderte, kundenbedürfnisorientierte Lösungen anbieten. Das Geschäft mit unversteuerten Vermögen hat keine Zukunft mehr. Hier hat sich Liechtenstein klar positioniert. Auf der anderen Seite gibt es neue Chancen. Ich bin überzeugt, dass unsere Finanzplatzakteure das entsprechende Know-How haben oder aufbauen werden, damit sie diese Chancen nutzen können.

<b>Wo sehen Sie Chancen?</b>&nbsp;<br />Chancen bieten sich in unserer Kernkompetenz, der Verwaltung und Strukturierung von privaten und institutionellen Vermögen. Hier ist hohes Know-How und Innovationskraft vorhanden. Chancen ergeben sich auch daraus, dass wir in zwei Wirtschaftsräumen tätig sind, in der Schweiz und dem EWR. Im Fondsbereich sehen wir Chancen im Bereich der alternativen Anlagen. Wichtig ist, dass wir die Chancen frühzeitig erkennen und dann auch zielgerichtet anpacken.

<b>Arbeitet das Land an einer Finanzplatzstrategie?</b>&nbsp;<br />Die Grundlage unserer Finanzplatzstrategie steht. Die Regierung hat in einem konstruktiven Dialog, gemeinsam mit den Branchenverbänden, ein Positionspapier erarbeitet. Wir wollen möglichst alle Akteure ins Boot holen. Darin sehen wir eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg. Jetzt geht es darum, die Strategie umzusetzen, zu verfeinern und auf die Schiene zu bringen.

<b>Welches sind die wichtigsten Bestandteile dieser Strategie?</b>&nbsp;<br />Es geht um die Fokussierung auf die wesentlichen Stärken des Finanzplatzes.&nbsp; Wir können uns mit den Stärken in der Vermögensverwaltung und Vermögensstrukturierung weiter profilieren. Und wir müssen versuchen, auf internationale Tendenzen rasch zu reagieren. Wir haben bei unseren Grössenverhältnissen die Möglichkeit, die Branchenvertreter schnell an einen Tisch zu holen und auf neue Entwicklungen zu reagieren.

<b>Haben auch die Treuhänder eine Zukunft?</b>&nbsp;<br />Natürlich! Sie verfügen über ein ausgezeichnetes Netzwerk und es wird auch in einem veränderten Umfeld Bedarf für ihre dienstleistungs- und bedürfnisorientierten Produkte geben. So bietet Liechtenstein unter anderem gute Lösungen für die Nachfolgeplanung.<br />&nbsp;<b><br /></b>
<b>Wird der Finanzplatz Liechtenstein den Wohlstandsverlust aus wegfallenden Geschäften mit neuen Geschäften auffangen können?</b>&nbsp;<br />Das ist eine schwierige Frage. Das hängt auch davon ab, wie diese Transformation in Zukunft weitergeht. Für uns ist klar, dass ein Teil des Geschäfts wegfallen wird. Auf der anderen Seite ergeben sich neue Möglichkeiten, die Potential haben und nachhaltig sind.<br />&nbsp;<br />&nbsp;<br />&nbsp;<br />&nbsp;<br /><b>Zur Person:</b><br />Adrian Hasler, Jahrgang 1964, ist seit Ende März Regierungschef und Finanzminister des Fürstentums Liechtensteins. Der Betriebswirtschaftler, der an der Universität St. Gallen studiert hat, hatte seit 2004 die Polizei Liechtensteins geführt und zuvor bei der VP Bank in Vaduz gearbeitet.]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 07 May 2013 07:50:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Rezession in der Eurozone verschärft sich</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/rezession-in-der-eurozone-verschaerft-sich/</link>
			<description>Die EU-Kommission passt die Frühjahrsprognose an und weicht Stabilitätsziele weiter auf. Damit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[
Besonders schlechte Nachrichten hatte die EU-Kommission für die Länder im Süden Europas, als am Freitag die Frühjahrsprognose vorgestellt wurde. Brüssel prognostiziert, dass sich die Rezession in der gesamten Eurozone zuspitzt. EU-Währungskommissar Olli Rehn erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euroraum 2013 um 0,4 Prozent schrumpfen wird. Noch im Februar wurde von 0,3 Prozent ausgegangen. Für Deutschland wurde das prognostizierte schwache Wachstum von bisher 0,5 auf 0,4 Prozent nach unten korrigiert.

<b>Zyperns Wirtschaft schrumpft</b>&nbsp;<br />Hatte Brüssel zuvor für Frankreich ein Minimalwachstum von 0,1 Prozent erwartet, soll dessen Wirtschaft nun um diesen Wert schrumpfen. Auch die Prognosen für die großen Euroländer Spanien und Italien wurden korrigiert. Spanien soll statt 1,4 nun 1,5 Prozent schrumpfen und für Italien fällt die Korrektur deutlicher aus. Schätzte Brüssel bisher, das BIP werde um ein Prozent sinken, sollen es nun 1,3 Prozent sein. Fatal wird es für Zypern. Erwartet wird, dass dessen Wirtschaft um 8,7 Prozent schrumpft und in Griechenland soll erneut um 4,2 Prozent schrumpfen.<br />&nbsp;<br />Für Portugal wird erwartet, dass das BIP statt um 1,9 nun um 2,3 Prozent sinkt, nachdem es im Vorjahr schon um 3,2 Prozent geschrumpft war. Doch sicher ist man sich in Brüssel bei dieser Angabe wie auch beim spanischen Nachbarn nicht. Schon jetzt hält die EU-Kommission weitere Anpassung nach unten für möglich, weil sich die „Exportaussichten“ genauso verschlechterten wie die Lage am Arbeitsmarkt.<br />

<b>Prognose für Spanien überrascht</b>&nbsp;<br />Für Spanien wird darauf verwiesen, dass neue Sparprogramme noch nicht eingerechnet wurden. Vor allem die vermutete Erholung 2014 steht auf wackeligen Beinen. Brüssel erwartet dann ein Wachstum von 0,9 Prozent und begibt sich in krassen Gegensatz zu Experten im Land. Die zweifeln sogar die moderatere Prognose der spanischen Regierung an. Die Konservativen erwarten 2014 nur ein Wachstum von 0,5 Prozent. Der Koordinator des Instituts für Börsenstudien (IEB) Miguel Ángel Bernal hält sogar diese Prognose für gewagt. „Verhält sich der Arbeitsmarkt so wie wir es erwarten, sind die 0,5 Prozent angesichts eines einbrechenden Konsums wegen der ständig steigenden Arbeitslosigkeit unmöglich.“<br />&nbsp;<br />Doch auch Brüssel sieht am Arbeitsmarkt keine Entspannung und erwartet, dass die „Arbeitslosigkeit 2013 im Durchschnitt auf 27 Prozent steigt“. Die Europäische Statistikbehörde gibt die Quote mit 26,7 Prozent an, während das Statistikamt (INE) Ende März schon 27,2 Prozent festgestellt hat.

<b>Arbeitslosigkeit bereitet Sorgen</b>&nbsp;<br />Mit 10,6 Prozent ist Spanien 2012 sogar an die Spitze der Defizitsünder noch vor Griechenland vorgerückt, obwohl es auf 6,3 Prozent fallen sollte. 2013 erwartet Brüssel optimistisch ein Haushaltsdefizit von 6,5 Prozent. Doch dafür wären weitere massive Einsparungen nötig. Das vereinbarte Ziel von 4,5 Prozent ist in weite Ferne gerückt. 2014 soll das Defizit sogar wieder auf sieben Prozent steigen. Für Experten passt das nicht damit zusammen, dass die Wirtschaft dann angeblich wieder wachsen soll.<br />&nbsp;<br />Wie Frankreich soll auch Spanien mehr Zeit zum Defizitabbau erhalten. „Angesichts der wirtschaftlichen Situation ist es vernünftig, den Termin um zwei Jahre zu verschieben und das übermäßige Defizit bis 2015 zu korrigieren“, sagte Rehn. Eine Konjunkturbelebung wird davon aber nicht erwartet. Schon zwei Mal wurde das Ziel nach oben angepasst und das Land erhielt längst mehr Zeit, um das Stabilitätsziel von drei Prozent wieder einzuhalten. Die Rezession verschärfte sich aber und die Arbeitslosigkeit nahm weiter zu.<br />&nbsp;<br />Nun setzt sich auch in Brüssel die Erkenntnis durch, dass mit einer steigenden Arbeitslosigkeit nicht nur Defizitziele illusorisch werden. Rehn meinte, dass die „sehr hohe Arbeitslosigkeit“ in einigen Mitgliedsländern „den sozialen Zusammenhalt“ gefährdeten. ce]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 06 May 2013 07:53:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Arktis weckt Phantasien der Reeder</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/arktis-weckt-phantasien-der-reeder/</link>
			<description>Schmelzendes Polareis und Asiens Hunger nach Energie machen den Seeweg durch die Arktis immer...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Es war eine Premiere: Am 7. November des vergangen Jahres verließ der Flüssiggastanker „Ob River“ die nordnorwegische Stadt Hammerfest. Statt aber wie üblich Kurs nach Europa oder Amerika zu nehmen, fuhr das Schiff in den Norden. Begleitet von einem russischen Eisbrecher fuhr das Schiff seine 150.000 Kubikmeter Flüssiggas in 20 Tagen über den&nbsp; arktischen Seeweg nach Japan. Zum ersten Mal wurde damit dieser Seeweg kommerziell im Winter befahren.

<b>Seit 1991 freigegeben</b>&nbsp;<br />Russland hatte den arktischen Seeweg nach Asien, der vor allem durch russische Hoheitsgewässer führt, 1991 freigegeben. Erst 2009 benutzen aber die ersten kommerziellen Handelsschiffe die Seeroute, die den Transportweg Europa-Asien um volle 40 Prozent verkürzt. In den vergangen Jahren haben jährlich rund 40 Schiffe diesen Seeweg, auch Nordostpassage genannt, befahren.<br />&nbsp;<br />Dass gerade ein Flüssigtanker den arktischen Seeweg erstmals im Winter befährt, ist kein Zufall. Neben dem schmelzenden Eis des Polarmeeres machen auch dramatische Veränderungen im Energiemarkt den arktischen Seeweg immer attraktiver. Da die USA dank dem eigenen Schiefergas immer unabhängiger von Gasimporten werden, suchen Gasproduzenten wie das norwegische Statoil mit seinem „Schneewittchen“-Feld in der Barentssee nach neuen Märkten. Der Weg zum energiehungrigen Asien wird durch den arktischen Seeweg wesentlich verkürzt.

<b>Verkehrszunahme erwartet</b>&nbsp;<br />Dicke rote „Blutadern“ verbinden denn auch die Kontinente auf einer Grafik, die der<br />Generaldirektor des norwegischen Reederverbandes Sturla Henriksen auflegt. Die dicken Bande illustrieren die jährlichen Schiffsbewegungen zwischen den Kontinenten.<br />Nur eine feine dünne Linie ist vorläufig der arktische Seeweg nach Asien. Doch das wird sich laut Henriksen in naher Zukunft ändern. „Jeder veröffentlichte Bericht zeigt, wie das Eis des Polarmeeres immer schneller schmilzt“, sagt Henriksen. Allein in den letzten drei Jahren sei das Sommereis um acht Prozent zurückgegangen.<br />&nbsp;<br />Noch ist der arktische Schiffsweg mit seinen 40 Fahrten unbedeutend gegenüber den 17000 jährlichen Suezkanalpassagen. Wenn das Eis weiterhin so schmilzt, könnte in schon 25 Jahren die Verteilung zwischen arktischem Seeweg und Suezkanal 50 zu 50 Prozent sein, sagen chinesische Polarexperten voraus.<br />&nbsp;<br />„Wenn diese Prognosen zutreffen, werden bald tausende von Schiffen den arktischen Seeweg passieren“, sagt Reederchef Henriksen und sieht keinen Grund warum Norwegen als große, technologisch avancierte Schifffahrtsnation da nicht seine Dienste anbieten kann. Um die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Nationen zu fördern, ist der Reederverband daran, einen Vorschlag für einen arktischen Wirtschaftsrat auszuarbeiten, der in Kürze präsentiert werden soll.<br />

<b>Eis schmilzt, Wetter bleibt</b>&nbsp;<br />Bei den Aussichten und Erwartungen, dass ein arktischer Seeweg nach Asien schneller als erwartet befahren werden wird,&nbsp; kommen auch Bedenken auf. „Selbst wenn das Sommereis in der Arktis bald ganz verschwindet, verschwinden nicht die extremen arktischen Wetterverhältnisse“, sagt Professor Tore Henriksen. Er gehört einer fachübergreifenden Forschergruppe in Tromsö, die bis 2016 einen Bericht über die Möglichkeiten und Herausforderungen der arktischen Schifffahrt verfassen soll.<br />Das geht der norwegischen Regierung nicht schnell genug. Sie hatte bereits 2012 einen Bericht über den arktischen Seeweg in Auftrag gegeben. Die norwegische Expertengruppe hat kürzlich ihre Studie abgeliefert und kommt zum Schluss, dass das Polarmeer für einen starken Zuwachs des Schiffsverkehrs im Moment nicht genügend vorbereitet sei. 

<b>Regeln möglichst schnell</b>&nbsp;<br />Ein Unglück könne schwere Konsequenzen für die Umwelt haben. Es könnte auch zukünftige wirtschaftliche Tätigkeit in Frage stellen, etwa die Förderung von Erdöl oder anderen Bodenschätzen im Meern. Die Autoren empfehlen deshalb, dass die norwegische Regierung schnellst möglich die Initiative ergreift, um Leitlinien, Regeln, Infrastruktur und eine Notfallbereitschaft für die arktische Schifffahrt zu schaffen. ce]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 02 May 2013 08:09:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>London leistet sich Luxus</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/london-leistet-sich-luxus/</link>
			<description>Im ersten Quartal 2013 fallen die Preise für Luxusimmobilien in ganz Europa. Nur London macht da...</description>
			<content:encoded><![CDATA[
London. Der durchschnittliche Preis für eine Wohnung im Herzen Londons liegt bei einer Millionen Pfund (1,2 Millionen Euro/1,5 Millionen Franken). Luxusimmobilien sind dort derzeit schwer gefragt. Im ersten Quartal stiegen die Preise für Londons prunkvollste Eigenheime um ganze acht Prozent an. Damit schwimmt Londons Immobilienmarkt gegen den globalen Trend. Der durchschnittliche Preis für Luxusimmobilien in den weltweit beliebtesten Städten fiel um 0,4 Prozent. Laut dem Immobilienberater Knight Frank drehen reiche Investoren dabei vor allem Europa den Rücken zu. Sowohl in Paris, Zürich, Madrid als auch Rom rutschen die Preise für luxuriöse Wohnungen aufgrund mangelnder Nachfrage weiter in den Keller.<br />

<b>Preise auf Niveau von 2007</b>&nbsp;<br />Der Bericht des Immobilienberaters Knight Frank ist einer von vielen Anzeichen auf einen Aufschwung in Londons Immobilienmarkt. Die steigende Nachfrage kann nicht mehr mit dem bestehenden Angebot gedeckt werden. Dieser Trend hat zur Konsequenz, dass die Preise für Immobilien nun so hoch liegen, wie zuletzt vor der Finanzkrise 2007. Wer in eine Wohnung im Zentrum von London investieren will, muss somit nun mit einem Kaufpreis von rund einer Millionen Pfund rechnen.<br />&nbsp;<br />Die hohe Nachfrage erlaubt es potenziellen Käufern nicht, zu zögern. Denn im Durchschnitt befindet sich eine Londoner Wohnung gerade einmal vier bis sechs Wochen auf dem Markt. Ein Tempo, das zuletzt in 2007 an den Tag gelegt wurde. Am Londoner Hyde Park wird seit einigen Tagen eine Wohnung angeboten. Italienische Marmorböden, antike Möbel und ebenso viele Bade- wie Schlafzimmer. Auch den Zimmerservice kauft man mit der 2500 Quadratmeter großen Luxusherberge. Das Interesse ist trotz des Preises riesig. Die Verhandlungsbasis liegt bei neun Millionen Pfund.<br />&nbsp;<br />Doch nicht nur Londons Altbauten im viktorianischen Stil gehen weg wie heiße Semmeln. Auch neue Immobilien am Rande der britischen Hauptstadt werden den Maklern praktisch aus den Händen gerissen. Dabei liegt der durchschnittliche Preis für Neubauten bei fast einer halben Millionen Pfund.

<b>Experte fürchtet keine Blase</b>&nbsp;<br />Obwohl der Trend deutliche Parallelen zu der Situation 2007 aufweist, der die globale Finanzkrise nach Europa brachte, pochen Experten darauf, dass es sich hierbei nicht um den Beginn einer neuen Immobilienblase handelt. Richard Donnell, Direktor des Immobilienanalysten Hometrack, erklärte gegenüber der Tageszeitung „Metro“: „Wir werden nicht den gleichen Lemming-Effekt erleben wie 2008. Zwar wird es zunehmend leichter, eine Hypothek aufzunehmen, doch haben die Banken das ihre dazugelernt. Wer kein Eigenkapital aufweisen kann, kriegt auch von der Bank kein Geld fürs Eigenheim.“ Londons Immobilienmarkt wird somit von reichen Investoren und der wohlhabenden Schicht dominiert. ce]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 08:25:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Amazon erfindet sich neu</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/amazon-erfindet-sich-neu/</link>
			<description>Der Buchhandelsriese will wachsen und dabei auch neue Geschäftsfelder erschließen. So plant Amazon...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Jeff Bezos fordert Apple, Facebook und Google heraus. Mit Expansionen in neue Geschäftsbereiche will der Chef von Amazon den weltgrößten Online-Versender wettbewerbsfähig gegenüber den anderen drei amerikanischen Technologiegiganten machen. Mit dem E-Reader Kindle ist es der Firma aus Seattle bereits gelungen, vom Online-Buchhändler zum Besitzer eines großen Anteils am Markt der intelligenten Smart Tablets zu werden. Jetzt will sich Bezos noch weiter ausdehnen. So denkt er an ein Gerät, mit dem das Internet auf die Fernseher bei den Kunden gelegt werden, wobei Fernsehshows und Originalinhalte angeboten werden, die Amazon selber produziert.<br />

<b>Zuschauer entscheiden</b>&nbsp;<br />Amazon Studios arbeitet derzeit an 14 eigenen Shows. Die Zuschauer in den USA, Deutschland und Grossbritannien sollen abstimmen können, welche Serie mehr Folge-Episoden haben soll. „Jeder kann nach den Pilotfilmen mitreden“, sagt Jeff Bezos in einer Erklärung bei Vorstellung des ersten Quartalsergebnisses 2013. „Ich habe meine eigenen Favoriten, so wie andere im Team von Amazon Studios. Aber die Zuschauer werden entscheiden, was in Vollproduktion für die nächste Saison geht.“<br />

<b>Hohe Betriebskosten</b>&nbsp;<br />Die Umsetzung der neuen Ideen kostet viel Geld. Die Kosten für das operative Geschäft von Amazon.com sind im ersten Quartal 2013 um 22 Prozent gegenüber denen des Vergleichszeitraums 2012 gestiegen. Als Folge ist der Nettogewinn auf 82 Millionen Dollar oder 18 Cent pro Aktie gesunken. Im Vorjahresquartal hatte er noch 130 Millionen Dollar oder 28 Dollarcents pro Aktie betragen. Dennoch sind die Analysten zufrieden. Sie hatten nur sieben Cent pro Aktie erwartet.<br />Der Umsatz ist ebenfalls um 22 Prozent auf 16,07 Milliarden Dollar gestiegen ist. Im Vorjahresquartal lag er noch bei 13,19 Milliarden Dollar. Für das zweite Quartal erwartet Amazon einen Umsatz von 16,2 Milliarden Dollar.<br />

<b>Kampf um digitale Inhalte</b>&nbsp;<br />Die Zahlen könnten besser ausfallen, wenn die neuen Ideen von Bezos Früchte tragen sollten. Im Laufe des Jahres will Amazon.com Inc. seine TV-Box auf den Markt bringen, um das Internet direkt auf den heimischen Fernseher zu bringen. Diese Box ist an das Angebot von Apple TV angelehnt. Google setzt dagegen darauf, tausende von Fernsehkanälen über YoutTube anzubieten und Facebook versucht, mithilfe seiner Freunde-Gemeinde Filme und andere Inhalte über seine Webseite zu vermarkten. Der Kampf um Zuschauerquoten ist also voll entbrannt.<br />&nbsp;<br />Der Konkurrenzkampf bei digitalen Inhalten heize sich auf, sagt Analyst Ben Schachter von Macquarie in New York. Die Technologiekonzerne bemühen sich darum, mit ihrem Markennamen in diesem schmalen Sektor präsent zu sein, in der Hoffnung, dass Video Direktangebote (Streaming) den Film-Markt ebenso revolutionieren könnte, wie der Online-Buchvertrieb das Verlagswesen. Auf lange sicht mache das Sinn, sagte Schachter. „Schließlich muss man nichts mehr auf Lastwagen laden und ausliefern.“

<b>Geldmaschine Speicherdienst</b>&nbsp;<br />Bezos denkt auch darüber nach, mit einem eigenen Angebot in den Markt der so genannten „Smartphones“ einzudringen. Facebook hat das kürzlich getan. Schon jetzt ist eine der Neuerung von Bezos erfolgreich: Amazon Web Services AWS. Dieses Angebot von Speicherdiensten richtet sich an Geschäftskunden und hat im vergangnen Jahr 1,8 Milliarden Dollar eingebracht. Bei Amazon erwartet man ein Anwachsen von AWS in diesem Jahr. „Amazon befreit sich tatsächlich von Lieferkosten“, stellt der Analyst Victor Anthony von Topeka Capital fest. „ AWS ist ein wesentlicher Bestandteil im Geschäfts-Mix.“ Auch die Einnahmen aus den Anzeigen in den verschiedenen Bereichen wachsen, laut Anthony von Topeka Capital. „Und das wird in Zukunft noch besser werden.“ ce]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 08:17:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Italiener sparen an Essen und Medizin</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/italiener-sparen-an-essen-und-medizin/</link>
			<description>Die Wirtschaftskrise vermiest den Italienern eine ihre Leidenschaften: Das Essen. Die Verarmung der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Antipasti, Primi und Secondi Piatti, Dolce, Obst und Kaffee – diese Reihenfolge kennzeichnet ein typisches italienisches Abendessen, im Kreise der Familie oder mit Freunden genossen. Doch fünf Jahre Wirtschaftskrise haben ihre Wirkung gezeigt: Die Italiener sparen an dem, was sie am liebsten tun – am Essen.<br />

<b>Rückgang um fast fünf Prozent</b>&nbsp;<br />Wie die jüngsten Zahlen des italienischen Statistikamtes Istat ausweisen, ging der Einzelhandelsumsatz bei Lebensmitteln im Februar 2013 zum Vergleichsmonat des Vorjahres um 4,8 Prozent zurück. Vor allem die kleinen Einzelhandelsläden und kleinere Supermärkte spüren die Zurückhaltung der Haushalte empfindlich. Bei ihnen verzeichnen die Statistiker einen Umsatzrückgang von bis zu 6,5 Prozent, während die großen Ketten 3,5 Prozent weniger Waren als im Vorjahr verkaufen. Wie der Präsident von Istat, Enrico Giovannini, bei der Präsentation der neuen Statistiken ausführte, gaben 71 Prozent der Haushalte an, beim Lebensmittelkauf zu sparen.

<b>Billigketten bevorzugt</b>&nbsp;<br />Sechs von zehn italienischen Familien wechselten bei ihren Einkaufsgewohnheiten zu Discount-Supermärkten. Im Vergleich zum ersten Quartal 2012 ist dies ein Anstieg um neun Prozent. Giovannini, der seine Daten dem Senat präsentierte, führte diesen Wechsel des Kaufverhaltens einerseits auf die steigende Arbeitslosigkeit, andererseits auf die schwierige Situation der Mittel- und Kleinbetriebe zurück. Im selben Zeitraum, da die Italiener an Lebensmittelkäufen sparten, sei die Arbeitslosigkeit auf fast 12 Prozent gestiegen (bei jugendlichen Arbeitnehmern bis 25 Jahren sogar auf 36,9 Prozent). Zeitgleich haben sich auch die Preise erhöht, in vielen Bereichen um bis zu drei Prozent.<br />Enrico Giovannini – der unter anderem als einer der Kandidaten für ein Ministeramt im wirtschaftlichen Bereich gehandelt wird – forderte die Parlamentarier auf, dringend Maßnahmen zur wirtschaftlichen Stabilisierung zu ergreifen. Das tägliche Sterben von Unternehmen – laut Istat melden jeden Tag 167 Betriebe Insolvenz an – und die zögerliche Bereitstellung der bereits datierten 40 Milliarden Investitionskredite seien nicht geeignet, die wirtschaftliche Lage im Lande zu verbessern.<br />&nbsp;
<b>Sparen an der Gesundheit</b>&nbsp;<br />Doch nicht nur im Lebensmittelbereich stellt das staatliche Institut einen Rückgang der Ausgaben fest. Auch Dienstleistungen des Gesundheitswesens werden von den Italienern weniger wahrgenommen. Sieben von zehn Familien geben an, auf diesem Sektor drastisch zu sparen. Italiener sind über ihre Einkommenssteuer krankenversichert, müssen jedoch je nach Einkommenshöhe Zuzahlungen zu Behandlungen, Krankenhausaufenthalten oder Medikamentenversorgung leisten. Eine einfache Arztvisite kostet den Patienten 18 Euro. Bei einer zahnärztlichen Versorgung zahlt er zusätzlich zu dieser Grundsumme zum Beispiel noch 64 Euro für eine einfache Zahnfüllung.

<b>Auswirkungen auch im Bildungssektor</b> 
Eine weitere bedenkliche Folge der zunehmenden materiellen Not sind die Auswirkungen im Bereich der Schul- und Berufsausbildung. Bei sinkenden Haushaltseinkommen steigen die Überlegungen, den Nachwuchs vorzeitig aus der Ausbildung zu nehmen und im Arbeitsmarkt zu integrieren. Eine widersprüchliche Entwicklung allerdings, da Unternehmen eher an gut ausgebildetem Personal, als an einfachen Arbeitern interessiert sind. „Wir riskieren, mit dieser Tendenz auf dem europäischen Markt nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein“, kritisierte Giovannini den Rückgang in der Berufsausbildung. Der wachsende Anteil an schlecht ausgebildeten Arbeitnehmern müsse zwangsläufig mit der Entwicklung des Landes kollidieren und zu sozialen Spannungen führen. Mit jedem Tag, da keine wirtschaftsankurbelnden Maßnahmen getroffen werden und die Stagnation weiter anhält, verschärfe sich das Problem, so der Istat-Chef. ce]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 08:08:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Europa gibt der Wirtschaft Luft </title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/europa-gibt-der-wirtschaft-luft/</link>
			<description>Die Europäische Kommission ändert ihren Kurs. Statt striktem Sparen sollen Krisenstaaten wie...</description>
			<content:encoded><![CDATA[

Die EU-Kommission will die Sparpolitik lockern und Krisenländern wie Spanien mehr Zeit um Abbau des Haushaltsdefizits geben. Das hat die spanische Tageszeitung El País mit Bezug auf die EU-Kommission berichtet. Das große Euroland soll weitere zwei Jahre erhalten und muss sein Defizit nun erst 2016 auf die Stabilitätsmarke von drei Prozent bringen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bestätigte den Bericht indirekt. Er sagte am späten Montag, die Sparpolitik habe &quot;ihre Grenzen erreicht&quot;. Er sprach die explosive Stimmung an, die sich entwickelt, weil Sozialleistungen gestrichen und Steuern erhöht werden. &quot;Eine erfolgreiche Politik braucht ein Minimum an politischer und gesellschaftlicher Unterstützung&quot;, sagte er. Barroso hält die Sparpolitik für &quot;grundsätzlich richtig&quot;, sie dürfe die Wirtschaftsentwicklung aber nicht abwürgen.

<b>Rajoy bessert Zahlen nach</b>&nbsp;<br />Neue Zahlen, die am Montag von der europäischen Statistikbehörde Eurostat vorgelegt wurden, beweisen das. Demnach lassen strenge Sparprogramme das Defizit nicht sinken sondern steigen. Das zeigt sich in Spanien, das strikt die Vorgaben der Troika aus EU-Kommission, Internationalen Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) umsetzt. Es ist nun Defizit-Spitzenreiter mit 10,6 Prozent und steht sogar vor Griechenland (10 Prozent). Dort stieg das Defizit gegenüber 2011 um 0,5 Punkte, aber in Spanien um 1,2 Punkte.<br />&nbsp;<br />Konnte die sozialistische Vorgängerregierung es 2011 auf 9,4 Prozent senken, verhagelte die Bankenrettung den Konservativen die Bilanz. Die Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte zunächst ein Defizit von 6,7 Prozent gemeldet, nahe am vorgegebenen Ziel von 6,5 Prozent. Sie musste aber nach oben korrigieren. Rajoys Vorgängerregierung hatte sogar 4,5 Prozent für 2012 vereinbart, doch weil das unerreichbar wurde, hatte Brüssel ohnehin in zwei Schritten schon angepasst.

<b>Erleichterung für Portugal und Irland</b>&nbsp;<br />Dramatischer ist die Tendenz sogar in Portugal, das als Musterschüler bei der Umsetzung der Troika-Auflagen gilt. Um zwei Punkte ist das Defizit auf 6,4 Prozent gestiegen, obwohl sogar milliardenschwere Privatisierungserlöse eingeflossen sind. Nur Irland konnte sein Defizit senken, das mit 7,6 Prozent weiter hoch ist. Die Senkung wurde möglich, da die extremen Defizite zuvor vor allem aus der Bankenrettung resultierten. Auch Irland wurden wie Portugal gerade die Laufzeiten für die Rückzahlung der Hilfskredite um sieben Jahre verlängert, um die Haushalte in den nächsten Jahren nicht noch stärker mit Zinsen und Tilgung zu belasten.<br />&nbsp;<br />Die Staatsverschuldung der EU-Staaten wird immer drückender und ist erneut um mehr als eine halbe Billion Euro gestiegen. Vor allem die Krisenländer entfernen sich mit großen Schritten vom zweiten Stabilitätsziel, dass die Verschuldung nur 60 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung betragen soll. In Griechenland sind es schon 157 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Danach kommt Italien (127 Prozent), Portugal (124 Prozent), Irland (118 Prozent), Belgien (100 Prozent), Frankreich (90 Prozent). Spanien, das erst 2010 die Schwelle überschritt, steht mit 85 Prozent nun vor Deutschland (82 Prozent).

<b>Wirtschaft Spaniens schrumpft </b>&nbsp;<br />Am Montag räumte Spanien ein, dass die Wirtschaft 2013 mit 1,5 Prozent drei Mal so stark schrumpfen wird wie bisher prognostiziert. Die Arbeitslosigkeit steigt weiter und damit auch die Sozialausgaben. Die Einnahmen bei Sozialkassen und Finanzämtern brechen ein. In Spanien und Griechenland sind schon etwa 27 Prozent arbeitslos und fast 60 Prozent aller jungen Menschen.<br />&nbsp;<br />Die Realwirtschaft wird Krisenländern regelrecht zerstört. Der Staat investiert nicht, Betriebe erhalten keine Kredite und die Bevölkerung hat kein Geld für den Konsum. Der Kreditversicherer Euler Hermes rechnet mit einer Insolvenzwelle. Die Firmenpleiten in Italien, Spanien, Portugal und Griechenland sollen um 33 Prozent steigen und 2014 sollen es noch einmal zwölf Prozent sein. ce]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 08:11:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Zeitungen für Einflussnahme missbraucht</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/zeitungen-fuer-einflussnahme-missbraucht/</link>
			<description>In den USA versuchen immer mehr Investoren ihre politischen Interessen durch den Kauf von Zeitungen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Gebrüder Koch, deren Vermögen nur von dem von Bill Gates und George Soros übertroffen wird, wollen jegliche sozialstaatlichen Leistungen abschaffen. Sie möchten staatliche Regulierung jeder Art grundsätzlich beenden und sämtliche staatlichen Schulen schließen. Den Klimawandel halten sie für eine Erfindung linker Radikaler.<br />&nbsp;<br />Bislang haben die Ölmilliardäre versucht, ihre extremen Botschaften zu verbreiten, indem sie die Tea-Party und Aktivisten rechts dieser Gruppierung finanzierten. Im vergangenen Jahr haben sie schätzungsweise eine Milliarde Dollar (0,76 Milliarde Euro/0,93 Milliarde Franken) ausgegeben, um die Wiederwahl von Obama zu verhindern. Jetzt haben sie einen neuen Plan, um die Größe der Regierung zu schrumpfen: Sie wollen im großen Stil Zeitungen kaufen.<br />

<b>Trend wird auf die Spitze getrieben</b>&nbsp;<br />In den kommenden Wochen wird die Tribune Company zum Kauf angeboten werden, ein Verlagskonglomerat mit einigen der noch immer größten und einflussreichsten Zeitungen des Landes. Die „Chicago Tribune“ gehört ebenso dazu wie die „Los Angeles Times“ – die jeweils wichtigsten Stimmen in zwei der größten Städte des Landes. Gemäß eines Berichts der „New York Times“ vom Wochenende hat das Unternehmens der Kochs, Koch Industries, Interesse an einem Kauf signalisiert.<br />&nbsp;<br />Sollten die Koch Brüder tatsächlich zuschlagen, würde dies einen der bedenklichsten Trends auf die Spitze treiben, der sich aus der Zeitungskrise der vergangenen Jahre ergeben haben. Schon in San Diego und in Philadelphia haben Privatinvestoren marode Zeitungen aufgekauft, um mit ihrer Hilfe ihren politischen und wirtschaftlichen Interessen eine Plattform auf lokaler Ebene zu verschaffen. Eine Übernahme der Tribune Company durch die Kochs könnte jedoch die gesamte amerikanische Medienlandschaft nach rechts rücken.<br />&nbsp;<br />Die „Los Angeles Times“, zu Beginn dieses Jahrtausends mit Pulitzer Preisen nur so überschüttet, ist die viertgrößte Zeitung der USA, die „Chicago Tribune“ steht auf Platz neun. Hinzu kämen ein halbes Dutzend Zeitungen in Staaten, die bei Präsidentschaftswahlen traditionell auf der Kippe stehen: Florida, Pennsylvania und Virginia. Noch attraktiver wird das Paket, das auf 623 Millionen Dollar geschätzt wird, dadurch, dass zur Tribune Company einige der wichtigsten spanisch-sprachigen Zeitungen der USA gehören.

<b>Das Land den Liberalen entreißen</b>&nbsp;<br />Die Tribune Company war bereits vor Jahren durch die Zeitungskrise ins Schlingern geraten. Im Jahr 2007 wurde der Medienkonzern deshalb von dem Chicagoer Immobilienmogul Sam Zell gekauft, der versprach, das Unternehmen wieder auf solide Füße zu stellen. Doch Zell machte die Situation nur noch schlimmer. Er überschuldete die Zeitungen und höhlte sie gleichzeitig journalistisch aus. Altgediente Redakteure flohen in Horden vor dem neuen Management. Im Juli 2012 musste die Tribune Company dann Insolvenz anmelden. Nun steht sie nach einer Restrukturierung erneut zum Verkauf.<br />&nbsp;<br />Offiziell haben Koch Industries das Kaufinteresse an der Tribune Company noch nicht bestätigt. Der Bericht der „Times“ berief sich auf Quellen aus dem Medienhaus. Die Übernahme würde jedoch bestens zu der erklärten politischen Strategie der Kochs passen. Bei einem Treffen wohlhabender Konservativer in Colorado vor drei Jahren hatten die Kochs einen Plan vorgelegt, das Land den Liberalen wieder zu entreißen und die vermeintliche Übergriffigkeit der Regierung zu stoppen. Dazu gehörte die Finanzierung konservativer Denkfabriken und politischer „Action Commitees“ – formal unabhängiger Wahlkampforganisationen. Dazu kommen sollte eine offensive Medienstrategie. ce<br />&nbsp;]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 08:14:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Über den Wolken</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/ueber-den-wolken/</link>
			<description>Am Sonntag hat die israelische Regierung das Luftfahrtabkommen zwischen Israel und der EU...</description>
			<content:encoded><![CDATA[
Tel Aviv. Über den Wolken mag, wie Reinhard Mey einst sang, die Freiheit wohl grenzenlos sein. Auf der Erde wird jedoch ein Preis für diese Freiheit bezahlt: So schätzte Ofer Eini, der Vorsitzender der „Histadrut“, des Dachverbandes israelischer Gewerkschaften, dass das am Sonntag in Kraft getretene Luftfahrtabkommen zwischen Israel und der EU („Open Skies“) rund 15.000 Arbeitnehmern die Stelle kosten wird.<br />&nbsp;<br />Alle israelische Flugzeuggesellschaften, allen voran El-Al, reagierten diesen Sonntag mit einem Streik ohne Zeitbegrenzung. Vor der Knesset demonstrierten zahlreiche Flugzeugarbeiter, die um ihren Arbeitsplatz fürchteten. Ohne Erfolg: Das Abkommen wurde mit 16 zu drei Stimmen der Regierung durchgesetzt.

<b>El Al droht Bankrott</b>&nbsp;<br />Für Transportminister Israel Katz ist das ein großer Erfolg: So gab er in Israels Hauptnachrichtensendung des zweiten israelischen Fernsehens am Freitagabend bekannt, dass nach acht Jahren Verhandlungen die EU-Länder sich auf das Luftfahrtabkommen geeinigt hätten, und von Israel erwarten, es „im genauen Wortlaut“ zu unterschreiben. Ziel sei es, den Luftraum marktwirtschaftlich zu liberalisieren, was für den israelischen Bürger zu billigen Ticketpreisen und zu neuen Arbeitsplätzen führe.<br />&nbsp;<br />Eliezer Schkedi, der Geschäftsführer El-Als, Israels größter Fluggesellschaft saß neben Katz und gab sich zunächst versöhnlich: „Bei mir rennen Sie mit „Open Skies“ offene Türen ein“, meinte er. Jedoch müsse der Wortlaut des Vertrags so angepasst werden, dass es israelischen Fluggesellschaften nicht schade. Dies sei Aufgabe der israelischen Regierung. Hierbei muss erwähnt werden, dass El-Al bis vor zehn Jahren eine staatliche Fluggesellschaft war, und erst dann privatisiert wurde. Heute besitzt die Regierung 13 Prozent der Aktien.<br />&nbsp;<br />Wie durch den israelischen Sender „10“ bekannt wurde, hatte Schkedi berechtigten Grund zur Sorge: Ein internes Dokument des Transportministeriums wies darauf hin, dass El-Al als Folge des Abkommens pleite gehen könne. Bis zu dem Bericht war nur das Transportministerium von den Fakten des Dokuments informiert worden, nicht aber der Rest der Regierung. In diesem Zusammenhang ist wohl Schkedis Forderung am Vortag zu sehen, die Entscheidung dem Premierminister in die Hand zu geben, nicht jedoch dem Transportminister. Katz reagierte scharf: Er lasse sich von niemanden erpressen, und werde das Dokument Wort für Wort der Regierung vorlegen.<br />&nbsp;<br /><b></b>
<b>Weichen sind auf Konfrontationskurs gestellt</b><br />El-Al reagierte jedoch umgehend, zumal die Aktien innerhalb weniger Stunden um zehn Prozent fielen. Neben El-Al streiken auch Arkia und Israir, zahlreiche Israelis und ausländische Touristen sitzen am Flughafen fest. Zudem kündigte der Vorsitzende der Gewerkschaft von El-Al-Arbeitern, Ascher Edri, gegenüber „Haaretz“ an, den Streik noch weiter auszubauen.<br />&nbsp;<br />Für die israelische Fluggesellschaften steht viel auf dem Spiel: So werden Flüge von ausländischen Gesellschaften nach Inkrafttreten des Abkommens um einiges billiger werden, was zahlreiche Kunden vertreibt, und letztlich zu Einsparungen und Kündigungen führen würde. Zudem würden den israelischen Gesellschaften Landerechte im Ausland gestrichen, vor allen in populären Reiseorten wie London, Paris und Rom. Umgekehrt sei das aber ja der Fall.<br /><br />Der israelische Finanzminister Yair Lapid, der für das Abkommen gestimmt hat, versuchte zu besänftigen: Er gab gegenüber „Haaretz“ bekannt, dass er sich mit Vertretern israelischer Fluggesellschaften treffen würde, um zu vergewissern, dass auch ihre Bedürfnisse in Betracht gezogen werden. ce]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 08:24:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Alpenstadt 2013 will Umwelt schonen</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/alpenstadt-2013-will-umwelt-schonen/</link>
			<description> Schaan - Die italienische Stadt Lecco ist die Alpenstadt des Jahres 2013. In den Bereichen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Laut der <link http://www.alpenstaedte.org/de/presse/medienmitteilungen-1/lecco-mm _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Medienmitteilung</link> des Vereins <link http://www.alpenstaedte.org/de _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Alpenstadt des Jahres</link>  reisen täglich mehrere tausend Pendler nach Lecco. Zahlreiche  Massnahmen sollen der Stadt helfen, trotzdem die Umwelt zu schonen. Der  &quot;Piedibus&quot;, mit dem rund 650 Kinder zu Fuss in die Schule kommen und so  jährlich acht Tonnen CO2 vermeiden, wird neu auch am Nachmittag  angeboten. Ausgeweitet wird auch das Netz der Fahrradwege und das &quot;bike  sharing&quot;-Angebot.
Lecco setzt weiter auf Anreize für das energieeffiziente Bauen und  will die öffentliche Beleuchtung auf energieeffizienteres LED umstellen.  Das Alpenstadt-Jahr steht schliesslich auch im Zeichen des Wassers: Die  Kläranlage wird modernisiert und vergrössert, die Bevölkerung für den  umsichtigeren Umgang mit der begrenzten Ressource Wasser sensibilisiert  und drei kleine Flüsse, die innerhalb der Stadt in den See münden,  werden renaturiert. Für Ende Oktober ist eine wissenschaftliche  Konferenz zum Thema Wasser und Klimawandel geplant. jh]]></content:encoded>
			<category>Online News</category>
			<category>Natur</category>
			<category>Ökologie</category>
			<category>Landwirtschaft</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 16:37:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Zürich will 20 Millionen für Gebäude-Energie</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/zuerich-will-20-millionen-fuer-gebaeude-energie/</link>
			<description> Zürich - Mit der Subvention von Pilotprojekten im Gebäude-Energiebereich will der Zürcher...</description>
			<content:encoded><![CDATA[
Laut der <link http://www.zh.ch/internet/de/aktuell/news/medienmitteilungen/2013/082_pilotprojekte_gebaeude_energiebereich.html _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Medienmitteilung</link>  des Regierungsrates beantragt er dem Kantonsrat einen Rahmenkredit von  20 Millionen Franken für die Jahre 2013 und 2014. Als Schwerpunkt soll  zusammen mit der <link http://www.empa.ch/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa</link>  in Dübendorf ein Projekt umgesetzt werden. Dieses sieht vor, neuartige  energieeffiziente Gebäudetechniksysteme unter Alltagsbedingungen zu  testen. Über die Verwendung der übrigen Mittel bestimmt der  Regierungsrat aufgrund der eingehenden Gesuche.
Bereits heute unterstützt der Kanton Zürich mit dem Förderprogramm  Energie Massnahmen, um den Energieverbrauch von Gebäuden zu verringern.  Damit werden bereits erprobte Technologien gefördert, unter anderem  Ersatzneubauten im Minergie-P-Standard, thermische Solaranlagen oder die  Wärmenutzung aus Abwärme, Wasser und Abwasser. Die eingesetzten  Fördermittel reichen aber nicht, um neue Technologien zu entwickeln und  zur Marktreife zu führen. jh]]></content:encoded>
			<category>Online News</category>
			<category>Stadtplanung</category>
			<category>Bauen</category>
			<category>Wohnen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 16:33:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Andalusien enteignet Banken</title>
			<link>http://www.unternehmerzeitung.ch/news/einzelansicht/article/andalusien-enteignet-banken/</link>
			<description>Die linke Regionalregierung von Andalusien will Banken Wohnungen abnehmen, die diese zuvor...</description>
			<content:encoded><![CDATA[
Madrid. Das südspanische Andalusien macht ernst, um nicht immer mehr Familien obdachlos werden zu lassen, weil sie ihre Hypotheken wegen extremer Arbeitslosigkeit nicht bezahlen können. Seit Ausbruch der Krise 2007 kam es allein in dieser Region zu knapp 90.000 Räumungen. Allein in Andalusien kam es bisher täglich zu knapp 50 Räumungen.&nbsp; &quot;Bis hier und nicht weiter!”, sagte nun die andalusische Wohnungsbauministerin Elena Cortés. Das entsprechende Dekret, das auch &quot;temporäre Enteignungen&quot; zulässt, wurde im Eilverfahren am Mittwoch beschlossen und schon am Donnerstag im Gesetzesblatt veröffentlicht.<br />&nbsp;<br />Hoher Leerstand<br />&nbsp;<br />Die Regionalregierung aus Sozialisten (PSOE) und der Vereinten Linken (IU) – der Ministerin Cortés angehört - will nicht mehr zusehen, dass immer mehr Wohnungen leer stehen, während immer mehr Familien auf Antrag von Banken oder Sparkassen aus ihren Wohnungen geworfen werden, die oft sogar mit Steuermilliarden gerettet wurden. Andalusien ist von extremer Arbeitslosigkeit und damit auch von Räumungen betroffen. Im Durchschnitt sind fast 34 Prozent der Bevölkerung arbeitslos und in einigen Provinzen wie Jaen oder Granada schon fast 40 Prozent.<br />&nbsp;<br />Inzwischen sind in Andalusien laut Cortés zwischen 700.000 und eine Million Wohnungen unbewohnt. Dennoch gibt es kaum Mietwohnungen. Deshalb sollen nun Banken und Immobilienfirmen mit bis zu 9000 Euro bestraft werden, wenn sie ihre Wohnungen nicht vermieten. Cortés kündigte auch an, dass innerhalb eines Monats ein Gesetz verabschiedet werde, um den Leerstand festzustellen und Strafmaßnahmen einzuleiten &quot;um mit Dringlichkeit die negativen Auswirkungen des Leerstands zu mildern&quot;.<br />&nbsp;<br />Enteignung nur in besonderen Fällen<br />&nbsp;<br />Die Enteignung soll für höchstens drei Jahre in besonderen Fällen angewendet werden. Das gilt, wenn einer Familien durch den Verlust ihrer Wohnung die &quot;soziale Ausgrenzung&quot; und damit die absolute Misere droht. Es muß ihr einziger Wohnsitz sein, eine unverschuldete Verarmung (wie Arbeitslosigkeit) seit der Kreditvergabe muß nachgewiesen werden und das Familieneinkommen darf 1596 Euro nicht übersteigen. 25 Prozent des verfügbaren Einkommens muß fortan dann als &quot;Sozialmiete&quot; gezahlt werden.<br />&nbsp;<br />Wenn die Bedingungen erfüllt sind muß eine Räumung &quot;imminent&quot; bevorsteht, damit die die Regionalregierung die Wohnung übernehmen kann, wird im Gesetz ausgeführt. Es nennt auch &quot;physische und psychische Gefahren für die Gesundheit&quot;, womit auf dramatische Szenen bei Räumungen angespielt wird. Denn immer wieder stürzen sich Menschen dabei aus dem Fenster, werden erhängt aufgefunden oder verbrennen sich selbst, weil sie keinen anderen Ausweg mehr sehen.
EU-Gerichtshof urteilt über Räumungen<br />&nbsp;<br />Die Regierung verteidigt ihren Vorstoß mit dem Schutz der Verbraucher- und Menschenrechte. &quot;Wir verteidigen in Andalusien das Menschenrecht auf Wohnraum&quot;, sagte Cortés. Denn die spanische Verfassung sieht in Artikel 47 &quot;das Recht auf eine menschenwürdige und angemessene Wohnung&quot; vor. Zudem hat schon mehrfach der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Räumungen gestoppt, wenn auch Kleinkinder betroffen waren und die Behörden wie üblich keinen Ersatzwohnraum angeboten haben. Die IU-Ministerin sieht auch vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) bestärkt. Dessen Richter hatten Mitte März entschieden, dass die spanischen Hypothekenregeln EU-Verbraucherrechte aushebelten. Es sei für Betroffene &quot;praktisch unmöglich&quot; eine Räumung auf dem Rechtsweg zu stoppen, auch wenn ihre Kreditverträge offensichtlich mißbräuchliche Klauseln enthielten.<br />&nbsp;<br />Madrid will Verfassungsgericht anrufen<br />&nbsp;<br />Die konservative spanische Regierung hat trotz der Urteile kein nationales Räumungsmoratorium verfügt. Sie will vielmehr gegen den andalusischen Vorstoß vor das Verfassungsgericht ziehen. Dieser schaffe „Rechtsunsicherheit“. Immobilienfirmen und Banken wiederum werfen der Regionalregierung vor, dass die von Cortés genannten Zahlen zum Leerstand übertrieben seien. Der Generalsekretär der andalusischen Vereinigungen von Bau- und Immobilienfirmen spricht von nur 250.000 leerstehenden Wohnungen. Emilio Corbacho meint, es müsse zwischen &quot;unverkauften&quot; und &quot;leerstehenden&quot; Wohnungen unterschieden werden.<br />&nbsp;<br />Doch Andalusien zeigt sich von der Kritik unbeeindruckt. Cortés ist überzeugt, dass die spanische Verfassung das Vorgehen der Regionalregierung deckt. “Wir haben das Gesetz so wasserdicht gemacht, dass jeder Versuch zwecklos ist.“]]></content:encoded>
			<category>Aktuell</category>
			<category>Wirtschaft und Politik</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 14:57:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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