Sonntag, 21. Oktober 2018 23:19 Uhr
Die Man's World-Gründer Daniel Rasumowsky und Karim Debabe. (Bilder: zVg)

Mann-O-Mann

Man’s World  Billard, Bagger und Barbershop: Der Name ist Programm. Nach einer fulminanten Premiere startet die Lifestyle-Messe für den Mann Anfang 2017 in die zweite Runde. Auserwählte Top-Brands und spannende Attraktionen sorgen dafür, dass der Männerausflug zu einem bleibenden Erlebnis wird. 

 

Text Inès De Boel


Auf geht’s in die zweite Runde. Als die Veranstalter Daniel Rasumowsky, Karim Debabe und Roman Stämpfli Anfang Februar dieses Jahres die Man’s World ins Leben riefen, wurden sie vom prompten Erfolg überwältigt. Die Idee der Macher, ein völlig neues Eventformat nach dem Motto «Weil Männer Männer sind» zu schaffen, ging vollumfänglich auf. Denn die Männer, welche die Man’s World besuchen, sind keine typischen ­Messebesucher. Sie suchen vielmehr eine Erlebnisplattform, um sich über verschiedene Lifestyle-Themen zu informieren. Das europaweit einmalige Konzept einer Konsumgütermesse für Männer setzt auf die Lust des Mannes, Dinge auszuprobieren, zu degustieren, und zu entdecken. Kurz: Dem ausgeprägten Spieltrieb des modernen Mannes soll angemessen Rechnung getragen werden. Dieser darf sich auch online ausleben: Auch auf der Online-Plattform der Man’s World gibt es viele spannende Angebote für den erwachsenen Mann.
Wichtig ist den engagierten Machern der ausgeklügelte Mix der rund 100 Brands und Partner, die ihre Produkte und Dienstleistungen am Lifestyle-Event anbieten. Das Ziel: Neue Kunden gewinnen, aber auch zahlreiche neue Markenkollaborationen entstehen lassen. Schliesslich wächst auch bei Männern das Bewusstsein im Hinblick auf Herkunft, Machart und Nachhaltigkeit von Erzeugnissen.

 

Tolles Ambiente und ­ungewöhnliche ­Einblicke
An der Ausgabe 2016 durften Männer einen 30-Tonnen-Bagger fahren sowie im Flug- und Rennwagensimulator üben. Entspannt konnte man beim weltgrössten Whisky-Sammler ein Glas an der Bar geniessen oder seinen Fuss für einen Massschuh 3D-scannen lassen. Originell ist, dass die Messegäste im Gespräch mit diversen Firmengründern auch einmal hinter die Kulissen verschiedener Marken blicken dürfen. Die Veranstalter kennen die meisten Aussteller und Partner persönlich. Kein Wunder, dass diese für die geglückte Premiere mitverantwortlich waren und im nächsten Februar wieder für eine tolle Atmosphäre sorgen werden. Welche Attraktionen 2017 geboten werden, bleibt eine Überraschung.
Der Erfolg der ersten Man’s World spornt das Team um Daniel Rasumowsky zu weiteren Höhenflügen an. Strömten Anfang Jahr 11000 Messebesucher in die Maag-Halle, erwarten die Veranstalter im Februar 2017 bereits 15000 Gäste. Da musste eine grössere Halle her. Als erster Public Event in der neuen Halle 622, einer alten ABB-­Produktionsstätte am Bahnhof Oerlikon, strebt die Messe für die zweite Ausgabe einen klaren Gewinn an. Rasumowsky, Debabe und Stämpfli sind umtriebig: Sie planen bereits Ableger in Hamburg und München. Warum? Weil auch dort Männer Männer sind.

 

 

«Wir wollen Geschichten erzählen»

Die beiden Gründer der Man's World Daniel Rasumowsky und Karim Debabe im Interview.

 

Wie sind Sie auf die Idee der Man’s World gekommen?
Daniel Rasumowsky  Ich durfte die Kommunikationsagentur JEFF mit aufbauen. Dort habe ich das noch sehr grosse Potential für gezielte Marketing-Aktivitäten live erlebt.

 

Woher nehmen Sie Ihre ­Inspirationen für die Messe?
Aus einem Mix zwischen unseren eigenen Ansprüchen und Präferenzen, klassischen Must-Haves und einer aufmerksamen Beobachtung des Marktes und der Bedürfnisse. Am wichtigsten ist es, in stimmigem Ambiente spannende Geschichten zu erzählen, und dass gute Leute aufeinandertreffen. 

 

Was ist die grösste Herausforderung?
Einserseits die nicht mehr zeitgemässe Aufteilung von Events und Media in den Marketing-Budgets. Event bedeutet nicht mehr einfach, mit einer Promoaktion an einer Fremdveranstaltung Give-Aways zu verteilen. Andererseits fehlt die fehlende Bereitschaft, – insbesondere in der Schweiz – neue tolle Geschichten auszuprobieren. Firmen möchten uns lieber zuerst drei Jahre zuschauen, bevor sie das im Vergleich doch überschaubare Risiko tragen.

 

Was macht Ihnen am meisten Spass?
Der Kontakt zu kreativen, motivierten und engagierten Partnern, Machern, Zulieferern und Kunden. Unser Projekt erfordert viele Ressourcen. Wir werden jedoch immer wieder belohnt und engagieren uns für eine nachhaltige und gesunde Gesellschaft und Wirtschaft – wenn auch noch im kleinen ­Rahmen.

 

Wie läuft Ihr Online-Store «Man’s World»?
Wir bauen derzeit an einer neuen Lösung und sind deshalb noch etwas auf Sparkurs. Die Produkte kommen gut an, das Angebot wird jedoch auf die Vorweihnachtszeit noch stark ausgebaut.

 

Was planen Sie als nächstes?
Wir stecken in der Vor­bereitung für weitere Ausgaben in Hamburg und München und starten derzeit testweise mit einem neuen Content-Team für tolle redaktionelle Beiträge. Zudem führen wir diverse Side-Events mit ausgewählten Partnern durch.

 

 

Innovative Jungunternehmen an der Man’s World
Turicum  Einen Gin aus Zürich für Zürich zu produzieren, dies war der Ausgangsgedanke der Macher hinter Turicum Gin. Neben dem exquisiten Geschmack ist auch die Transparenz über Herkunft, Qualität und Verarbeitung der verwendeten Rohstoffe zentral. Mittlerweile wird Turicum über ausgewählte Händler und Geschäfte in der Schweiz und in Deutschland vertrieben. Wie schon 2016 produziert Turicum auch für die Ausgabe 2017 einen exklusiven Man’s World Gin: In einer limitierten Auflage von 999 Flaschen.
Neiff  Bei den Küchenmessern von Neiff machen die Griffe den Unterschied. Diese sind individuell auf den jeweiligen Besitzer zugeschnitten. Oder genauer: Auf dessen Handabdruck. Dieser wird nämlich gescannt, am Computer virtuell verfeinert und danach mittels 3D-Drucker Schicht für Schicht real. Die Idee dazu stammt von Adrian Gögl. Der innovative ­Industrie- und Produkte­designer ist nebenbei passionierter ­Hobbykoch. Der Zürcher setzt neben ansprechendem 
Design ­konsequent auf Funktionalität.
Selfnation  Das junge Mode­label Selfnation verbindet höchste Ansprüche an Modedesign und Handwerkskunst mit innovativer Technologie für massgeschneiderte, computeroptimierte Schnitte. Das Schweizer Startup schneidert auf individuelle Masse gefertigte Jeans und Chinos in traditioneller Handarbeit. Produziert wird in Deutschland und in der Schweiz. Selfnation setzt auf Qualität aus Zentraleuropa: Es werden nur zertifizierte und schadstofffreie Materialien aus Italien, Deutschland und der Schweiz verwendet.

 

 

www.mansworld.com 

 

 

 

 

 

 

Man's World Zürich 2017

2. bis 5. Februar 2017

Die Erlebniswelt für den Mann, etwa 100 Anbieter in Halle 622, Binzmühlestrasse 85, 8050 Zürich Oerlikon 

VZH