Freitag, 17. August 2018 3:25 Uhr
08.08.2018

Basler Forscher entdecken Biomarker für Alzheimer

Kategorie: News

Basel - Eine Gruppe internationaler Wissenschaftler unter der Leitung von Basler Forschern hat einen Botenstoff entdeckt, der bei Stressreaktionen von Zellen ausgeschüttet wird. Er könnte sich als Biomarker für die Früherkennung neurodegenerativer Krankheiten wie Alzheimer eignen.

Innerhalb menschlicher Zellen läuft ein koordiniertes Zusammenspiel verschiedener Zellorganellen ab, erläutert die Universität Basel in einer Mitteilung. Wenn dieses Zusammenspiel gestört wird, reagieren die Zellen mit einer Stressreaktion.

Eine Gruppe von Forschern der Universität und des Universitätsspitals Basel unter Leitung von Stephan Frank vom Institut für Medizinische Genetik und Pathologie von Universität und Universitätsspital hat in Zusammenarbeit mit Kollegen von den Universitäten Cambridge in Grossbritannien und Padua in Italien solche Störungen in Nervenzellen untersucht. Sie konnten dabei nachweisen, dass bei Störungen in den als Kraftwerke der Zellen bekannten Mitochondrien in Nervenzellen der Stoff Fibroblast groth factor-21 (FGF21) ausgeschüttet wird. Den Erkenntnissen der Forscher zufolge wird derselbe Botenstoff auch in verschiedenen Modellsystemen neurodegenerativer Erkrankungen freigesetzt.

Weil chronischer Zellstress bei der Entstehung solcher Krankheiten eine wichtige Rolle spielt, nehmen die Wissenschaftler an, dass sich FGF21 als Biomarker für die Früherkennung von Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson eignen könnte. Ein solcher Biomarker könnte zur Entwicklung von Therapien gegen chronischen Zellstress genutzt werden. Weil FGF21 auch durch andere Zellen als Nervenzellen produziert wird, müsse dies aber erst noch in weiteren Studien verifiziert werden, heisst es in der Mitteilung. hs


VZH