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15.12.2017

Bund ist mit Drohnenanfragen überfordert

Kategorie: News

Bern - Das Bundesamt für Zivilluftfahrt nimmt vorübergehend keine Anfragen für Drohnenflüge mehr an. Es hat nicht genug Personal, um diese zu bearbeiten. Ueli Sager vom Schweizer Drohnenverband zeigt sich in einem Interview besorgt.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) kommt nicht mit den steigenden Gesuchen für Drohnenflüge mit. Vorerst wird es aufgrund von personellen Engpässen nur noch Behörden- und Polizeianfragen zu Drohnenthemen beantworten. „Bis wir private Anträge bearbeiten können, dürfte es Frühling werden“, sagt BAZL-Sprecherin Nicole Räz gegenüber dem „Tages-Anzeiger“.

Ueli Sager, Präsident des Schweizer Drohnenverbands, bezeichnet den Entscheid in einem Interview mit dem SRF als schwerwiegend. „Im Moment sind grosse, kommerzielle Projekte am Laufen, die etabliert werden sollen, die in der Entwicklungsphase stehen. Diese kommen nicht voran“, erklärt er. Eine andere Bewilligungsinstanz als das BAZL gibt es nicht.

Laut Sager werde das BAZL ohne eine „massive Aufstockung der Ressourcen“ auch künftig nicht zurechtkommen. „Wir haben eine grosse Anzahl interessanter, aber auch komplexer Anwendungen von Drohnen, die auf uns zu kommt“, betont er. Er könnte sich auch vorstellen, dass sein Verband eine Informationsstelle einrichtet, die bei einfachen Fragen Auskunft geben könnte. Die Massnahme könnte das BAZL entlasten. Auf diesbezügliche Anfragen habe er allerdings noch keine Antwort vom BAZL erhalten. ssp


VZH