Sonntag, 21. Oktober 2018 23:51 Uhr
10.01.2018

Cybergefahren bedrohen Finanzplatz

Kategorie: News

Bern - Cybersicherheit gehört zu den wichtigsten Herausforderungen des Schweizer Finanzsektors, stellt der Beirat Zukunft Finanzplatz in seinem Jahresbericht fest. Bei der Altersvorsorge bremsten rigide Anlagevorschriften eine Anpassung an das Tiefzinsumfeld aus.

„Gravierende Cybervorfälle bergen grosse Risiken - nicht nur finanziell für die Betroffenen, sondern auch in Bezug auf die Reputation und das Vertrauen in den Schweizer Finanzplatz“, zitiert eine Mitteilung des Bundesrats aus dem aktuellen Jahresbericht des Beirats Zukunft Finanzplatz. Der Beirat war im Dezember 2014 vom Bundesrat eingesetzt worden, um Perspektiven und künftige Herausforderungen des Finanzplatzes zu analysieren. Der aktuelle Bericht wurde vom Bundesrat in seiner Sitzung vom 8. Dezember erörtert. 

Dabei habe der Bundesrat beschlossen, zwei von drei Empfehlungen des Beirats in die Arbeiten an der zweiten Nationalen Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyberrisiken 2018-2022 (NCS) einfliessen zu lassen, heisst es in der Mitteilung. Die dritte Empfehlung des Beirats werde bereits unmgesetzt.

Im Bereich Altersvorsorge verzichtet der Beirat zwar auf Handlungsempfehlungen an den Bundesrat. Im Bericht wird jedoch angemerkt, „dass der zu hohe Umwandlungssatz die Finanzinstitute bei Tiefzinsen entweder zu problematischen Umverteilungen oder in zu riskantes Anlageverhalten zwingt und dass gleichzeitig die rigiden Anlagevorschriften eine adäquate Reaktion auf das geänderte Renditeumfeld über Gebühr einschränken“. hs


VZH