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15.12.2017

Direktinvestitionen gehen zurück

Kategorie: News

Zürich - Im letzten Jahr investierten Schweizer Unternehmen weniger Kapital im Ausland als 2015. Umgekehrt nahmen im selben Zeitraum auch die Investitionen ausländischer Unternehmen in der Schweiz ab.

Einer Mitteilung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zufolge haben in der Schweiz ansässige Unternehmen 2016 insgesamt 71 Milliarden Franken im Ausland investiert. Im Jahr zuvor hatten die schweizerischen Direktinvestitionen noch 90 Milliarden Franken betragen. 

Allerdings registrierte die SNB dabei nur im Bereich der Finanz- und Holdinggesellschaften einen Rückgang der Investitionen. Die Investitionen der übrigen Branchen lagen mit 62 Milliarden Franken dagegen über dem Wert von 2015.  

Nach Regionen gegliedert flossen 58 Milliarden Franken nach Europa und 36 Milliarden Franken in die USA. Aus Mittel- und Südamerika wurden dagegen 22 Milliarden Franken Kapital abgezogen. Der Bestand an Direktinvestitionen im Ausland lag per Ende 2016 mit 1215 Milliarden Franken um 90 Milliarden Franken über dem Vorjahreswert. Sie spielten 2016 Erträge in Höhe von insgesamt 81 Milliarden Franken ein, 6 Milliarden Franken weniger als 2015.

Aus dem Ausland flossen 2016 insgesamt 47 Milliarden Franken in die Schweiz. Im Jahr zuvor hatten ausländische Unternehmen hier noch 78 Milliarden Franken investiert. Gleichzeitig stieg der Bestand ausländischer Direktinvestitionen in der Schweiz um 123 Milliarden Franken auf 965 Milliarden Franken an. Die Zunahme war jedoch hauptsächlich auf höhere Bewertungen der Beteiligungen ausländischer Finanz- und Holdinggesellschaften in der Schweiz zurückzuführen. hs


VZH