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09.08.2018

Ensectable will Bio-Mehlwürmer im Aargau züchten

Kategorie: News

Endingen AG - Im September startet die Aargauer Firma Ensectable mit der Zucht von Bio-Mehlwürmern. Dabei wird sie von der Klimastiftung Schweiz unterstützt. Im Gegensatz zur konventionellen Fleisch- und Milchindustrie verbraucht die Insektenindustrie weniger Land und Futter. Ausserdem spart sie CO2.

Seit rund einem Jahr sind Insekten auch in der Schweiz als Lebensmittel zugelassen. Allerdings werden die Tiere derzeit vor allem im Ausland gezüchtet und importiert. Dies soll sich nun ändern: Ab September will die Firma Ensectable aus Endingen AG Bio-Mehlwürmer und Bio-Grillen züchten. Diese sollen dann zu Snacks, Proteinriegeln oder als Zutaten für Burger verarbeitet werden.

Das Unternehmen wird einer Mitteilung der Klimastiftung Schweiz zufolge rund 12 Tonnen Insekten pro Jahr produzieren können. „Wenn damit Fleisch ersetzt wird, spart das mindestens 290 Tonnen CO2 pro Jahr“, erklärt Vincent Eckert, Geschäftsführer der Klimastiftung Schweiz. Die Stiftung werde die Firma daher finanziell unterstützen. „Genau solche Innovationen von KMU haben einen positiven Einfluss auf das Klima“, so Eckert.

Während die konventionelle Fleisch- und Milchindustrie grosse Mengen an Land und Futter verbraucht, leben die Insekten auf kleinster Fläche und essen niemandem etwas weg, betont auch Mina Gloor, Mitgründerin und Züchterin bei Ensectable. Mehlwürmer und Grillen ernähren sich laut Gloor von Nebenprodukten aus der Herstellung von Bio-Bier und -Getreide sowie von Bio-Gemüse, das nicht mehr verkauft werden kann.

Am 8. September findet ein Tag der offenen Tür bei Ensectable statt. Besucher können sich dabei ansehen, wie die Insekten gezüchtet werden. Ausserdem stehen die Tiere auch zur Degustation bereit. ssp


VZH