Donnerstag, 21. September 2017 16:12 Uhr
13.09.2017

Forscher bringen Proteine zum Leuchten

Kategorie: News

Zürich/Basel - Forscher der ETH haben bestimmte Proteine in zwei Schritten dazu gebracht, rot zu leuchten. Ihre Methode könnte in der Mikroskopie sowie bei funktionellen Analysen in der biologischen Forschung Anwendung finden.

Forscher am Departement für Biosysteme der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) in Basel haben einen neuen Mechanismus entwickelt, mit dem Proteine zum Leuchten gebracht werden können. Zuerst werden Proteine dafür mit einem blauen Laserpuls und dann mit einem Nah-Infrarot-Licht bestrahlt. Bereits vor einigen Jahren haben die Forscher entdeckt, dass diese Methode bei einem bestimmten Protein namens Dendra 2 funktioniert. Nun haben sie den zweistufigen Farbwechselmechanismus jedoch genauer aufgeklärt. Mit dem neuen Wissen können sie die Methode auch bei anderen Proteinen anwenden, die auf Licht reagieren.

Mit der Methode kann beispielsweise in einem Gewebe ein dreidimensional präzise definierter Punkt – etwa eine einzige Zelle – sichtbar gemacht werden. „Weil weder blaues noch rotes Laserlicht toxisch wirken, eignet sich die Methode hervorragend für lebende Organismen”, erklärt Professor Periklis Pantazis in einer Mitteilung. Laut der ETH könnte die Methode etwa in der Hirnkartierung und Gensequenzierung eingesetzt werden. Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Mikroskopietechnik. ssp


VZH