Montag, 18. Dezember 2017 8:09 Uhr
07.12.2017

GE hält trotz Abbau am Standort Schweiz fest

Kategorie: News

Baden - GE Power wird wie angekündigt 1400 Arbeitsplätze in der Schweiz abbauen. Dabei werden aber keine Standorte geschlossen, Baden bleibt Hauptsitz zweier Geschäftsbereiche. Bundesrat Schneider-Ammann hatte sich persönlich in den USA für den GE-Standort Schweiz eingesetzt.

Johann Schneider-Ammann ist im Oktober persönlich nach Atlanta gereist, um sich mit Russell Stokes, dem Präsidenten und CEO von GE Power zu treffen. An dem Treffen nahmen neben dem Bundesrat auch Valentin Vogt als Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes und Vertreter des Bundes und des Kantons Aargau teil, heisst es nun in einer Mitteilung des Kantons. Dabei sei eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden, die Möglichkeiten aufzeigen soll, wie der Forschungs- und Produktionsstandort Aargau über die derzeitigen Abbaumassnahmen hinaus erhalten werden soll.

Wie GE Power nun am Donnerstag mitgeteilt hat, hält das Unternehmen am Abbau von 1400 Stellen in der Schweiz in den nächsten zwei Jahren fest. Abgebaut wird in den Bereichen Engineering, Forschung und Entwicklung sowie in der Verwaltung. Allerdings bleiben die Produktionsstandorte Birr und Oberentfelden erhalten. Zudem bleibt Baden Hauptsitz der Geschäftsbereiche Steam Power Systems und Power Services. Michael Rechsteiner, Vice President & CEO Power Services Europe, bekennt sich ausdrücklich zum Standort Schweiz. „Die Schweiz bleibt für GE Power von grosser Bedeutung.“ Er sei überzeugt, dass mit den derzeit notwendigen Massnahmen ein Kraftwerkgeschäft geschaffen werde, „das mittel- und langfristig wettbewerbsfähig und erfolgreich ist“. Er sagt zu, dass sich GE darum bemühen werde, für jeden betroffenen Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz zu finden.

Aus der Sicht des Aargauer Volkswirtschaftsdirektors Urs Hofmann ist der Abbau „ein harter Schlag für den Industrie- und Wirtschaftskanton Aargau“. Die Beibehaltung der Standorte sei aber „vor allem auch im Hinblick auf eine künftige Erholung der Marktsituation sehr wichtig“, wird er in der Mitteilung des Kantons zitiert. stk


VZH