Freitag, 17. November 2017 20:29 Uhr
13.09.2017

Hardturm-Investoren reichen Gestaltungsplan ein

Kategorie: News

Zürich - Die Investoren des Hardturm-Areals haben einen privaten Gestaltungsplan eingereicht. Der Stadtrat erteilt ihnen ein Baurecht für 92 Jahre für einen jährlichen Baurechtszins von 1,2 Millionen Franken. Nun haben der Gemeinderat und anschliessend das Volk das Wort.

Das geplante neue Fussballstadium am Hardturm hat einen weiteren Meilenstein erreicht. Wie der Stadtrat in einer Mitteilung schreibt, haben das Bauunternehmen HRS, die beteiligten Immobilienanlagegefässe der Credit Suisse und die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ) gemeinsam einen privaten Gestaltungsplan für das Areal vorgelegt. Dieser sieht den Bau eines reinen Fussballstadiums für 18.000 Zuschauerinnen und Zuschauer vor. Im Sockelbereich sind Kleinläden und Gastronomie vorgesehen, die auch zur Belebung des Quartiers beitragen sollen. Daneben sollen zwei Hochhäuser mit rund 600 Wohnungen im mittleren Preissegment sowie ein gemeinnütziger Wohnungsbau der ABZ mit 174 preisgünstigen Wohnungen errichtet werden. In den Hochhäusern sind bis zum vierten Obergeschoss Atelier- und Gewerbeflächen geplant. Im Bau der ABZ sind unter anderem ein Doppelkindergarten und ebenfalls Atelier- und Gewerbeflächen geplant. 

Hochbauvorsteher André Odermatt lobt das Projekt. „Genossenschaftsbau, Stadion und Hochhäuser harmonieren gut miteinander und bilden vielfältige Aussenräume“, wird er in der Mitteilung zitiert. „Die drei Plätze um das Stadion bilden einen wichtigen Alltags- und Erholungsraum für das Quartier und an Spieltagen sind sie ein Treffpunkt für die Fans.“

Die Stadt hat nun mit den drei Investoren jeweils Baurechtsverträge über 92 Jahre abgeschlossen. Die Baurechtszinsen betragen jährlich 1,2 Millionen Franken. Der Stadt entgehen damit jährlich maximal 1,7 Millionen Franken an Einnahmen – ihr Beitrag für den Bau des ansonsten vollständig privat finanzierten Stadions. Der Bau des Stadiums allein soll 105 Millionen Franken kosten und wird durch die HRS Investment AG finanziert. Insgesamt wollen die Beteiligten rund 570 Millionen Franken investieren.

Nun muss noch der Gemeinderat der Vorlage des Stadtrates zustimmen. Das Stimmvolk dürfte sich dann Ende 2018 äussern. Stadtrat Daniel Leupi wirbt für die Vorlage. „Ich bin überzeugt, dass die privaten Investoren in Zusammenarbeit mit der Stadt ein mehrheitsfähiges Projekt entwickelt haben“, wird er in der Mitteilung zitiert. stk


VZH