Donnerstag, 19. Juli 2018 21:26 Uhr
16.04.2018

Industrie-KMU sind deutlich optimistischer

Kategorie: News

Zürich - Die KMU der Schweizer Industriebranchen sind mit der eigenen Geschäftslage zufriedener als vor einem Jahr. Sorgen bereiten ihnen jedoch steigende und schwankende Rohstoffpreise und der weiterhin starke Franken. Dies ergab eine Untersuchung von EY.

Einer Mitteilung von EY zufolge zeichnet sich bei der Schweizer Industrie eine Kehrtwende ab. Ihren Befragungen nach sind 60 Prozent der Schweizer Industrie-KMU mit ihrer Geschäftslage in allen Bereichen zufrieden. Derart hohe Werte waren zuletzt bei Befragungen im Jahr 2011 erreicht worden. Mit einem Umsatzwachstum rechnet in diesem Jahr jedoch nur knapp jedes zweite Industrieunternehmen. 

„Viele Firmen haben sich mit der schwierigen Situation abgefunden und gelernt, damit umzugehen“, wird Christian Schibler, Partner und Sektorleiter Industrie bei EY in der Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Dies zeigt auch die anhaltende und überdurchschnittliche Investitionsbereitschaft.“

Als grösste Gefahr für den eigenen Unternehmenserfolg gaben die von EY befragten Industrie-KMU die hohen beziehungsweise schwankenden Preise für Rohstoffe an. Auch der starke Franken wird weiterhin als Bedrohung empfunden. Die anhaltende Währungsstärke zwinge die Industrie dazu, „Prozesse zu optimieren und regelmässig neuartige Produkte auf den Markt zu bringen, was bei vielen unserer Kunden mit hoher Investitionsbereitschaft verbunden ist“, erläutert Schibler in der Mitteilung. 

Digitale Technologien werden bereits in jedem vierten Industrieunternehmen angewandt. Allerdings gaben 62 Prozent der Befragten an, Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Fachkräften in diesem Bereich zu haben. hs


VZH