Sonntag, 18. November 2018 21:23 Uhr
13.09.2018

Industrie treibt Wachstum an

Kategorie: News

Basel - Frankenkurs und Auslandsnachfrage stützen die Industrie und damit die Schweizer Wirtschaft. Ihr Wachstum schätzt BAK Economics in diesem Jahr auf 3 Prozent. Eine international nachlassende Dynamik und die Handelskonflikte werden das Schweizer Wachstum 2019 bremsen.

Die Schweizer Konjunktur gebe sich „so dynamisch wie seit über zehn Jahren nicht mehr“, schreibt BAK Economics in einer Mitteilung. Den Analysten des Wirtschaftsforschungsinstituts zufolge wird das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz in diesem Jahr um 3,0 Prozent zulegen. Anzeichen für eine Überhitzung der Konjunktur wie stark steigende Löhne, Preise oder Zinsen seien jedoch „nicht zu erwarten“.

Bei ihrer Einschätzung stützen sich die Analysten auf die gute Auslandsnachfrage und den relativ günstigen Frankenkurs. Beides verleihe der heimischen Industrie derzeit Rückenwind, der in den kommenden Monaten allerdings wieder nachlassen werde, schätzt BAK Economics. Für das kommende Jahr gehen die Analysten aufgrund einer Abschwächung der internationalen Dynamik und der laufenden Handelskonflikte nur noch von einem Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent aus. Um denselben Wert war das BIP der Schweiz im vergangenen Jahr gewachsen. BAK Economics zufolge stellt 2018 ein „konjunkturelles Ausnahmejahr“ vor einer „Normalisierung“ 2019 dar.

Zum starken Wachstum in diesem Jahr tragen positive Sondereffekte aus Lizenzeinnahmen von Fussballweltmeisterschaft und Olympischen Winterspielen bei. Die Analysten beziffern die Höhe des Beitrags zum BIP auf 0,3 Prozentpunkte. Die „aktuell hervorragende Stimmung“ der Schweizer Unternehmen sowie ein „vom Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt“ gestärkter privater Konsum werden als weitere Wachstumstreiber hervorgehoben. hs


VZH