Montag, 10. Dezember 2018 7:23 Uhr
16.11.2018

Inflation überwiegt Lohnsteigerungen

Kategorie: News

Neuenburg - Die Schweizer Sozialpartner haben sich in diesem Jahr auf eine nominale Erhöhung der Effektivlöhne um 0,9 Prozent geeinigt. Eine Jahresteuerung von 1 Prozent liess die Reallöhne in diesem Jahr jedoch sinken. Die Mindestlöhne wurden nominal um 0,5 Prozent angehoben.

Einer Mitteilung des Bundesamts für Statistik (BFS) zufolge haben die Sozialpartner der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge (GAV) in der Schweiz in diesem Jahr eine nominale Erhöhung der Effektivlöhne um 0,9 Prozent ausgehandelt. Davon kommen 0,3 Prozent allen rund 480.000 Arbeitnehmern mit über dem Mindestlohn liegenden Effektivlöhnen im Geltungsbereich eines GAV zugute. Die übrigen 0,6 Prozent unterlagen individuellen Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Allerdings führt eine durchschnittliche Jahresteuerung von 1,0  Prozent dazu, dass die Reallöhne letztendlich gegenüber 2017 sinken.

Der Anstieg der Effektivlöhne fiel in den einzelnen Branchen unterschiedlich aus. Die Schere reichte dabei von einer Nullrunde in der öffentlichen Verwaltung bis zu 1,6 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten in Verkehr und Lagerei. Im Schnitt wurden im Industriesektor 0,8 Prozent und im Dienstleistungssektor 1 Prozent mehr Nominallohn ausgehandelt.

Die in den wichtigsten GAV festgelegten Mindestlöhne wurden 2018 um 0,5 Prozent aufgestockt. Dabei wurde in der Industrie im Schnitt eine Anhebung um 0,1 Prozent und im Dienstleistungssektor eine Steigerung um 0,8 Prozent ausgehandelt. Die Erhöhungen betreffen rund 1.360.000 zu Mindestlöhnen beschäftigte Personen in der Schweiz. hs


VZH