Sonntag, 23. September 2018 19:04 Uhr
12.09.2018

J. Safra Sarasin sieht Wirtschaft auf dem Höhepunkt

Kategorie: News

Basel - Das globale Wirtschaftswachstum hat aus der Sicht von J. Safra Sarasin seinen Höhepunkt erreicht. Die Schweiz dürfte in diesem Jahr mit 3,0 Prozent ebenso schnell wachsen wie die USA und schneller wachsen als die Eurozone.

Die Schweizer Wirtschaft dürfte in diesem Jahr mit 3,0 Prozent so stark wachsen wie schon lange nicht mehr, erwarten die Analysten der Bank J. Safra Sarasin. Das ist fast doppelt so viel wie die 1,6 Prozent, mit denen die Schweiz im vergangenen Jahr gewachsen ist. Schon im nächsten Jahr sollte sie mit 1,7 Prozent wieder gemächlicher wachsen, geht aus einer Medienmitteilung des Basler Finanzinstituts hervor. Ähnlich sieht es auch in den grossen Volkswirtschaften aus: Für die USA erwarten die Basler Analysten im laufenden Jahr ebenfalls 3,0 Prozent, während es im vergangenen Jahr erst 2,2 Prozent waren und im nächsten wieder 2,7 Prozent werden sollten. Der Euroraum scheint seinen Zenit bereits überschritten zu haben: Dort lag das Wachstum im vergangenen Jahr bei 2,4 Prozent, für dieses Jahr erwarten die Basler Analysten nur noch 2,0 Prozent und im nächsten 1,7 Prozent. 

Allerdings sind die Volkswirtschaften der Industrieländer so stark, dass Herausforderungen wie die von US-Präsident Donald Trump ausgelösten Handelskriege, der Populismus in der EU, der bevorstehende EU-Austritt Grossbritanniens wie auch die Unsicherheiten in einigen Schwellenländern ihnen wenig anhaben können. „Wir glauben, dass die Märkte in der Lage sind, einige der potenziellen Eisberge sicher zu umschiffen“, wird Jan Amrit Poser, Chief Strategist und Head of Sustainability Research bei der Bank J. Safra Sarasin, in der Mitteilung zitiert. 

Allerdings rechnet die Basler Bank mit steigenden Zinsen. Die Zentralbanken der Industrieländer reagieren damit auf einen Anstieg der Inflation. Im Euroraum dürfte sie mit 1,7 Prozent in diesem und im nächsten Jahr nahe an die 2,0 Prozent kommen, welche die Europäische Zentralbank anstrebt. In den USA steigt sie bereits auf 2,5 Prozent in diesem Jahr. Auch in der Schweiz soll sie mit 1,1 Prozent in diesem Jahr zumindest spürbar sein, nachdem es während Jahren kaum zu Preissteigerungen gekommen war.

Den Franken sehen die Basler Analysten bei 1,13 und 1,12 Euro in diesem und im nächsten Jahr. Der Euro dagegen dürfte gegenüber dem Dollar im nächsten Jahr auf 1,29 zulegen. stk


VZH