Sonntag, 16. Dezember 2018 1:54 Uhr
30.11.2018

Konjunktur verliert an Rückenwind

Kategorie: News

Zürich - Die Konjunkturperspektiven haben sich im November eingetrübt. Das von der Konjunkturforschungsstelle KOF ermittelte Konjunkturbarometer fiel zum zweiten Mal in Folge zurück. Sein aktueller Wert liegt nun etwas unter dem langjährigen Durchschnitt.

„Für die Schweizer Wirtschaft wird das Fahrwasser etwas schwieriger“, schreibt die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) in ihrer Mitteilung zum aktuellen Konjunkturbarometer der KOF. Dieses ist im November gegenüber dem Oktober um 1,1 Zähler auf den Stand von 99,1 Punkten abgerutscht und liegt damit nun „geringfügig unterhalb seines langjährigen Durchschnittswerts“, informieren die Konjunkturforscher in der Mitteilung.

Für den Rückgang machen die Analysten dabei „insbesondere ungünstige Exportperspektiven“ verantwortlich. Die KOF rechnet mit einer nachlassenden Dynamik im Auslandsgeschäft. Auch dem Wirtschaftsbereich Bank- und Versicherungsgewerbe wird ein Rückgang der Wachstumsdynamik vorhergesagt. Die Indikatoren aus Industrie, Baugewerbe und privatem Konsum zeigen im November hingegen insgesamt eine positive Tendenz.

Im Industriebereich machen die Konjunkturforscher für die Branchen Chemie, Pharma, Kunststoffe, Textil und Bekleidung, Papier und Druck sowie Maschinen- und Fahrzeugbau gegenüber dem Oktober verbesserte Perspektiven aus. In den Branchen Nahrungs- und Genussmittel sowie Elektrogeräte zeigten die Indikatoren hingegen nach unten. Allgemein werden negative Tendenzen der Indikatoren für die Beschäftigung in Industrie und Baugewerbe durch positive Tendenzen der Indikatoren für Auftragsbestände, Geschäftslage und Produktionsentwicklung mehr als ausgeglichen. hs


VZH