Freitag, 17. November 2017 20:30 Uhr
16.10.2017

Medienbranche wächst langsamer

Kategorie: News

Zürich - Das Wachstum der Medienbranche verlangsamt sich, zeigt ein Studie von PwC. Onlineformate gewinnen gegenüber Printprodukten an Bedeutung. Dies gilt auch für den Werbemarkt.

Einer Mitteilung von PwC Schweiz zur Studie „Swiss Entertainment & Media Outlook 2017-2021“ zufolge hat die Schweizer Medien- und Unterhaltungsbranche im vergangenen Jahr ein Umsatzwachstum von 2,1 Prozent auf 14,6 Milliarden Franken erzielt. Im Vergleich zu den vorherigen Jahren hat sich das Wachstum damit verlangsamt. In den kommenden fünf Jahren rechnet PwC mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 1,5 Prozent. 

„Die Ursachen für diese Entwicklung sind seit längerem zu beobachten“, wird Patrick Balkanyi, Partner und Branchenleiter Technologie, Information, Kommunikation und Unterhaltung bei PwC Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Die Printmedien schreiben weiterhin rückläufige Zahlen, zudem zeichnet sich eine Marktsättigung im TV- und Internet-Abo Markt ab.“

Massgeschneiderte Inhalte im Onlineformat wie E-Sports oder Virtual Reality gewinnen demgegenüber an Bedeutung. Auch konzentrierten sich erfolgreiche Anbieter immer stärker auf die Qualität der Nutzererfahrung, heisst es weiter in der Mitteilung. Wenn den Kunden der leichte, intuitive und stets verfügbare Zugang zu Inhalten bereitgestellt werde, seien diese auch bereit, dafür zu zahlen. 

Auch in der Werbung macht PwC eine Verschiebung hin zum Onlinemarkt aus. Ihr Marktanteil betrug nach einem Wachstum um 13 Prozent im vergangenen Jahr bereits 30 Prozent. Bis 2021 sollte er auf 50 Prozent gestiegen sein. Die Werbung im Printmedienbereich bricht dagegen fortlaufend weiter ein. Allein im letzten Jahr betrug ihr Rückgang 10 Prozent. hs


VZH