Donnerstag, 21. September 2017 16:03 Uhr
12.09.2017

Personalbestände bleiben konstant

Kategorie: News

Zürich - Neun von zehn Schweizer Unternehmen wollen ihren Personalbestand bis Ende Jahr nicht verändern. Einstellungen planen vor allem Unternehmen in der Ostschweiz, Zürich und der Zentralschweiz. Dies zeigt das aktuelle Manpower Arbeitsmarktbarometer.

Für das vierteljährlich erhobene Manpower Arbeitsmarktbarometer hat die Arbeitsvermittlung insgesamt 752 Schweizer Arbeitgeber befragt. Den Ergebnissen zufolge wollen 4 Prozent ihren Personalbestand bis Ende Jahr ausbauen, 5 Prozent planen, Stellen zu streichen. Die grosse Mehrheit von 89 Prozent plant keinerlei Veränderung ihrer Belegschaft. 

„Die zaghafte Arbeitsmarktprognose der Schweizer Arbeitgeber mag überraschen, wenn man sich die Ende Sommer veröffentlichten Wirtschaftsindikatoren anschaut“, kommentiert Leif Agnéus, General Manager von Manpower Schweiz, diese Zahlen in einer Mitteilung. Er interpretiert sie allerdings als „ eine Verlangsamung der Einstellungen, nicht als Zeichen rückläufiger Personalbestände“. 

Nach Regionen betrachtet rechnen die Ostschweiz, Zürich und die Zentralschweiz mit einer Zunahme der Beschäftigung. Im Tessin, der Genferseeregion und im Espace Mittelland wird dagegen eher von einem Stellenabbau ausgegangen. 

Innerhalb der Wirtschaftssektoren gehen die Energie- und Wasserversorgung und der Handel am stärksten von einer Ausweitung der Belegschaft aus. In der verarbeitenden Industrie wird dem Barometer zufolge jedoch mit einem starken Stellenabbau gerechnet. „Nicht einmal nach der Aufhebung des Euro-Franken-Mindestkurses zeigten sich die Arbeitgeber der verarbeitenden Industrie so pessimistisch“, konstatiert Agnéus in der Mitteilung. Insgesamt ist die Stimmung jedoch in sechs von zehn untersuchten Wirtschaftssektoren eher optimistisch. 

Manpower zufolge steht die Schweiz auch im internationalen Vergleich gut da. „Die Schweiz hat die Wirtschaftskrise relativ gut überstanden“, erläutert Agnéus. „Im Vergleich zu anderen Ländern, die grössere Schwankungen erlebten, sind ihre Beschäftigungsaussichten daher in dieser Zeit konstant geblieben. Das Resultat der Schweiz kann somit als Zeichen von Stabilität gewertet werden.“ hs


VZH