Donnerstag, 16. August 2018 2:19 Uhr
05.04.2018

Procivis schafft digitale Identität für Vertriebene

Kategorie: News

Zürich - Das Zürcher Jungunternehmen Procivis kooperiert mit der Hilfsorganisation Rohingya Project. Es wird helfen, dem staatenlosen Volk der Rohingya eine vertrauenswürdige, digitale Identität zu verschaffen.

Rohingya sind Angehörige eines staatenlosen Volkes, welche in verschiedenen Teilen der Welt leben, jedoch nirgends wirklich zuhause sind. Namentlich Myanmar vertreibt derzeit Rohingya von seinem Gebiet, die meisten flüchten ins angrenzende Bangladesh. Den Angaben von Procivis zufolge leben rund 3,5 Millionen Rohingya auf der Welt und sind Ausgrenzung, Verfolgung und Vertreibung ausgesetzt. Sie haben keine offiziellen Ausweispapiere und erhalten so keinen Zugang zu Behördendienstleistungen.

Rohingya Project arbeitet daran, die Situation der Rohingya-Gemeinschaft zu verbessern. Es hat unter anderem einen fünfstufigen Identifikationsprozess entwickelt, um die Identität von Angehörigen der Rohingya zu überprüfen. Nun soll dieser Prozess in die von Procivis lancierte eID+-Plattform integriert werden. So soll eine vertrauenswürdige, elektronische Identitätslösung für die Rohingya-Bevölkerung geschaffen werden.

Rohingya Project arbeitet auch an einer Finanzplattform, um der Rohingya-Gemeinschaft Zugang zu Finanzdienstleistungen zu ermöglichen. Ausserdem bietet es berufliche Kurse an und unterstützt somit den Einstieg in das Berufsleben. Die elektronische Identität soll der Rohingya-Bevölkerung auch helfen, Zugang zu diesen Dienstleistungen zu erhalten.

„Es freut uns sehr, zu sehen, wie unsere Technologie dabei helfen kann, einige der dringenden Probleme der Rohingya zu lösen“, so Daniel Gasteiger, Gründer und CEO von Procivis. „Mit dem Einsatz unserer Lösung in diesem Kontext sammeln wir wichtige Erfahrungen in der Umsetzung von elektronischen Identitätslösungen für Bevölkerungen, die nicht auf eine vertrauenswürdige, staatliche Identität zählen können“, so Gasteiger weiter.

Für Procivis ist dies die erste Kooperation im mit einer nicht-gewinnorientierten Organisation. Das Unternehmen kommt so seiner Vision näher, einen universellen Zugang zur digitalen Identität zu schaffen. ssp


VZH