Freitag, 17. August 2018 3:26 Uhr
09.08.2018

Punkte sammeln reicht nicht

Kategorie: News

Zürich - Nur Punkte sammeln lassen reicht zur erfolgreichen Kundenbindung nicht aus, meint Deloitte. Einer Studie des Beratungsunternehmens zufolge sind dafür individuelle Angebote und gezielte Kommunikation nötig.

Zwei Drittel aller Schweizer Detailhändler bieten ein Kundenloyalitätsprogramm an, rund sechs von zehn Kunden nutzen ein solches mindestens einmal pro Woche, informiert Deloitte in einer Mitteilung zur Studie „Nutzung und Erfolgsfaktoren von Kundenbindungsprogrammen im Detailhandel“. In der dafür durchgeführten Umfrage gaben allerdings etwas mehr als ein Drittel der Befragten an, gesammelte Punkte und Vergünstigungen nur selten oder gar nicht einzulösen. 

„Kundenkarten, Sammel- und Rabattaktionen oder personalisierte Gutscheine sind der Kernbestandteil klassischer Kundenbindungsprogramme“, erläutert Markus Koch, Leiter Strategic Development Consumer & Industrial Products bei Deloitte Schweiz, in der Mitteilung. Sie binden den Kunden an Marke und Produkte und steigern damit die Verkäufe des Unternehmen. Wenn der Konsument die Kundenkarte aber kaum nutze, „kann auch die Bindung nicht wie beabsichtigt erhöht werden“, meint Koch. 

Als Ausweg schlägt Deloitte eine auf emotionale Bindung und individuelle Angebote setzende Kundenbindung vor. Bei erster werden Kunden zum Beispiel in die Kreation von neuen Produkten über Community-Foren, Veranstaltungen oder Kampagnen in den sozialen Medien einbezogen. Personalisierte, auf das bisherige Kaufverhalten der Kunden ausgerichtete Angebote hingegen wünschten sich 61 Prozent der für die Studie Befragten. Auch ein Loyalitätsprogramm mit Erlebnisfaktor, beispielsweise ein Gewinnspiel, kann die Kundenbindung verstärken. Zudem sollten die Unternehmen die Vorlieben ihrer Kunden für unterschiedliche Formen der Kommunikation beachten. hs


VZH