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12.09.2017

Reiche Millennials setzen auf nachhaltige Anlagen

Kategorie: News

Zürich - Die Gesamterträge von Family Offices sind nach einem mageren Vorjahr 2016 wieder deutlich gestiegen. Nachhaltige und gesellschaftlichen Nutzen schaffende Investitionen gewinnen an Bedeutung, zeigt der „Global Family Office Report 2017“.

Einer Mitteilung der UBS zufolge handelt es sich bei dem jährlich in Zusammenarbeit mit Campden Wealth Research erstellten „Global Family Office Report“ um die umfassendste Analyse dieser Art. 

Den Ergebnissen der aktuellen Studie zufolge sind die Erträge der Portfolios von Privatbüros für die Vermögensverwaltung einer Familie dabei nach nur 0,3 Prozent 2015 auf rund 7 Prozent im Jahr 2016 gestiegen. In der Mitteilung wird dies auf das Halten von Aktien und Privat-Equity-Anlagen zurückgeführt. 

Das Anlageverhalten der Family Offices ist dabei von Region zu Region unterschiedlich. Während in Nordamerika und im Asien-Pazifik-Raum insbesondere auf Wachstum gesetzt wird, bevorzugen Führungskräfte in Europa und den Schwellenmärkten eine Mischung aus werterhaltenden und wachstumsbezogenen Anlagen. 

In den nächsten fünf Jahren steht nach Studienergebnissen in fast sieben von zehn Family Offices ein Vermögenstransfer an die nächste Generation an. Lediglich knapp die Hälfte hat jedoch bereits einen Nachfolgeplan ausgearbeitet. „Nur in 30 Prozent der Fälle verläuft der Generationswechsel erfolgreich“, wird Sara Ferrari, Head of Global Family Office Group, UBS AG, dazu in der Mitteilung zitiert. „Es handelt sich also um ein existenzielles Problem“. Laut Ferrari sollte „die strategische Rolle von Family Offices“ nicht unterschätzt werden. 

Mit dem Generationswechsel werden nachhaltige und sozialen oder ökologischen Nutzen generierende Anlagen (Impact Investing) an Bedeutung gewinnen. Der Studie zufolge bilden Bildung, Umweltschutz und effiziente Energie- und Ressourcennutzung gerade bei Millennials bevorzugte Anlageoptionen. hs


VZH