Mittwoch, 18. Oktober 2017 2:18 Uhr
12.10.2017

Schweizer Start-ups digitalisieren die Landwirtschaft

Kategorie: News

Bern - In den USA ist intelligente Landwirtschaft weit verbreitet, Europa hängt dieser Entwicklung hinterher. Bei der Digitalisierung der Landwirtschaft sind Schweizer Start-ups jedoch ganz vorne dabei.

„Der Bauer wird digitalisiert“ ist ein Bericht in der Rubrik Storys auf der Internetpräsenz von Swisscom überschrieben. Autor Urs Binder beschreibt hier den Beitrag Schweizer Jungunternehmen zur intelligenten Landwirtschaft. 

Da gibt es zum einen den „hochpräzisen Unkrautmörder“ von Ecorobotix. Das Westschweizer Jungunternehmen hat einen nur 130 Kilogramm schweren Roboter entwickelt, der Unkraut auf umweltschonende und sparsame Weise den Garaus macht. Das mit einer Kamera ausgestattete Gerät kann Nutzpflanzen von Unkraut unterscheiden. Nur auf Letzteres sprüht es auf 2 Zentimeter genau eine winzige Dosis Herbizid. Dabei bewegt der Roboter durch GPS gesteuert seine vier schlanken Räder genau zwischen den Saatreihen entlang. 

Als zweites Beispiel für innovative Schweizer Jungunternehmen im Bereich intelligente Landwirtschaft führt Binder Gamaya an. Die Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) hat eine Drohne mit einer Hyperspektralkamera sowie spezieller Analysesoftwarte ausgestattet. Hyperspektralkameras können im Gegensatz zu normalen Videokameras das gesamte Lichtspektrum von Violett bis Infrarot unterscheiden. Das Gerät erkennt, ob die Pflanzen gesund, angeschlagen oder von Krankheit befallen sind und kann sogar den Befall von Fadenwürmern im Wurzelsystem diagnostizieren. 

In den USA sei die intelligente Landwirtschaft längst Alltag, schreibt Binder, in Europa wird sie nicht einmal von einem Viertel der Bauern eingesetzt. hs


VZH