Montag, 18. Dezember 2017 8:03 Uhr
06.12.2017

Steuerreform soll Standort stärken

Kategorie: News

Zürich - Die Steuerreform sollte die Stärken der Schweizer Wirtschaft fördern, argumentiert die Greater Zurich Area AG in ihrer Stellungnahme zur Steuervorlage 17. Die Standortförderung will dafür insbesondere die zinsbereinigte Gewinnsteuer erhalten.

Die Greater Zurich Area AG (GZA AG) unterstützt das Ansinnen des Bundesrats über die Steuervorlage 17 (SV17), „wettbewerbsfähige steuerliche Rahmenbedingungen in der Schweiz sicherzustellen“, schreibt die GZA AG in ihrer Vernehmlassungsantwort zur Vorlage. Der SV17 komme daher „nicht nur eine finanzpolitische, sondern vor allem auch eine wettbewerbspolitische Bedeutung“ zu. Unternehmenssteuern müssten daher „auch gezielt als strategisches und wettbewerbspolitisches Standortmarketinginstrument“ eingesetzt werden. 

Drei Punkte der Vorlage stehen nach Ansicht der GZA AG zu diesen Zielen im Widerspruch. So behindere die Nichtzulassung reiner Software für die Patentbox das „Entwicklungspotenzial der Schweiz als Hotspot der Informationstechnolgien“. In einem Bereich „wo es die Schweiz und insbesondere die Wirtschaftsräume von Zürich und Genf geschafft haben, zur Weltspitze vorzudringen“, dürfe die steuerliche Innovationsförderung nicht eingeschränkt werden. 

Die Beschränkung der Abzüge für Forschung und Entwicklung (F&E) auf im Inland erbrachte Leistungen stellt für die GZA AG eine Benachteiligung insbesondere international tätiger KMU dar. Die Kostensituation zwinge Unternehmen zur Inanspruchnahme solcher Leistungen im Ausland - massgeblich für F&E-Abzüge müsse jedoch nicht ihr Erbringungsort, sondern ihre Wirkung am Standort Schweiz sein. 

Die zinsbereinigte Gewinnsteuer schliesslich ist für die GZA AG „ein Instrument, das es der Schweiz nicht nur erlaubt, grosse international tätige Unternehmen zu halten, sondern neue Unternehmen sowie zusätzliche unternehmerische Substanz anzuziehen“. Sie zu streichen, bedeute, „sich im Wettbewerb um die besten Unternehmen freiwillig schlechter zu stellen“. hs


VZH