Sonntag, 16. Dezember 2018 3:16 Uhr
29.11.2018

Swisscleantech will mehr Ehrgeiz im Klimaschutz

Kategorie: News

Zürich - Die Schweiz solle ihren CO2-Ausstoss im Inland bis 2030 um mindestens 40 Prozent verringern, fordert swisscleantech. Sonst flössen Mittel für den Klimaschutz ins Ausland ab, so der Wirtschaftsverband. Der Bundesrat sieht nur 30 Prozent vor.

Der Nationalrat wird nächste Woche über das neue CO2-Gesetz debattieren. Der Bundesrat schlägt vor, den CO2-Ausstoss der Schweiz bis 2030 um 50 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken, davon 30 Prozent im Inland. Da die Schweiz sich ohnehin verpflichtet hat, ihren inländischen CO2-Ausstoss bis 2020 um 20 Prozent zu senken, wäre er im folgenden Jahrzehnt gemäss dem Inlandziel des Bundesrates nur noch um weitere 10 Prozent zu senken. 

Das sei zu wenig, so swisscleantech. Der Wirtschaftsverband fordert in einer Mitteilung, dass von der Reduktion um 50 Prozent bis 2030 insgesamt 40 Prozent in der Schweiz erzielt werden solle. „Ein Inlandziel von mindestens minus 40 Prozent ist ein starkes Signal für Investitionen im Inland und sorgt dafür, die Infrastruktur fit für die Zukunft zu machen“, wird swisscleantech-Geschäftsführer Christian Zeyer in der Mitteilung zitiert. Das stärke auch die Wirtschaft. „Ein ambitioniertes CO2-Gesetz fördert die Innovationskraft der Schweizer Wirtschaft. Wichtige Handelspartner der Schweiz haben bereits deutlich ambitioniertere Ziele“, so Zeyer. Wenn die Schweiz mehrheitlich auf die Kompensation im Ausland setze, würden die Mittel für den Klimaschutz ins Ausland abfliessen. stk


VZH