Montag, 10. Dezember 2018 7:06 Uhr
15.11.2018

Kleine Banken sind bei Hypotheken ganz gross

Kategorie: News

Zug - Im Hypothekarprozess können Retail-Banken Kosten über Digitalisierung sparen. Für den Kunden sind die Höhe der Zinsen und die Qualität der Beratung bei der Hypothekenaufnahme entscheidend. Kleine Banken haben die Nase vorn, zeigt die neue Retail-Banking-Studie der Hochschule Luzern.

Für die neue Retail-Banking-Studie hat das Institut für Finanzdienstleistungen (IFZ) der Hochschule Luzern rund 220 Kunden von Retail-Banken in der Schweiz befragt, informiert die Hochschule in der Mitteilung zur Studie. Den Ergebnissen zufolge hängt die Entscheidung für eine Hypothek vor allem von deren Zinsen und von der Qualität der Beratung der Bank ab. Einen Online-Abschluss können sich die meisten Kunden am ehesten bei der Verlängerung einer bereits aufgenommenen Hypothek vorstellen.

Für die Banken berge die Digitalisierung im Hypothekarprozess hingegen bislang ungenutztes Sparpotenzial, schreiben die Analysten in der Mitteilung. Prozessgestaltung und Prozesskosten unterschieden sich bei den untersuchten Banken immens, heisst es dort weiter. „Selbst Banken mit gleichem Kernbankensystem haben verschiedene Prozesse und Effizienzwerte.“ Für eine erfolgreiche Digitalisierung sollten die einzelnen Banken zuerst die eigenen Prozesse besser kennenlernen, rät Studienleiter Andreas Dietrich in der Mitteilung. Danach gelte es, „klarer zu definieren und in einem weiteren Schritt zu optimieren“.

Beim in der Studie erhobenen Ranking der besten Schweizer Retail-Banken haben kleine Institute die Nase vorn. Auf den ersten vier Rängen sind mit der Caisse d'Epargne d'Aubonne société coopérative, der Spar- und Leihkasse Wynigen AG sowie der Ersparniskasse Affoltern i.E. AG drei Institute mit einer Bilanzsumme von weniger als 400 Millionen Franken vertreten. Von den grösseren Banken schaffte es nur die zweitplatzierte Schwyzer Kantonalbank in die Spitzengruppe. hs


VZH