Freitag, 20. Juli 2018 4:56 Uhr
10.01.2018

Versicherer sollten Zusatzleistungen anbieten

Kategorie: News

Zürich - Versicherer sollten zusätzliche Services neben den klassischen Leistungen anbieten, rät eine Studie von Bain & Compamy. Dies werde die Kundenbindung erhöhen und die Dominanz des Preises bei der Wahl des Versicherers brechen.

Für die Studie „Versicherer der nächsten Generation: Die Servicerevolution“ wurden weltweit 172.000 Kunden, darunter 3500 aus der Schweiz, befragt, informiert Bain & Company in einer Mitteilung zur Studie. Ihren Ergebnissen zufolge wären mehr als die Hälfte der befragten Schweizer an Services über die klassischen Versicherungsleistungen hinaus interessiert. Vier von zehn könnten sich vorstellen, dafür auch den Anbieter zu wechseln. Auch höhere Prämien würden für den zusätzlichen Service in Kauf genommen. 

„Das ist eine Steilvorlage für die Versicherer“, meint Henrik Naujoks, Bain-Partner und Ko-Autor der Studie, in der Mitteilung. Denn mit dem Aufbau solcher Serviceökosysteme könne der Wettbewerb unter den Anbietern vom heute dominierenden Preis zumindest teilweise abgekoppelt werden. Die Interaktion mit dem Kunden steht für Bain & Company dabei im Zentrum. „Mit mehr Services können Versicherer häufiger mit ihren Kunden im Austausch stehen, positive Erlebnisse schaffen und sich vom Wettbewerb abheben“, erläutert Naujoks. 

Für den Aufbau eines Serviceökosystems werden in der Mitteilung fünf Erfolgsfaktoren vorgegeben. So sollen Kunden durch ein „einzigartiges Leistungsversprechen“ immer stärker in die Nutzung des Servicesystems eingebunden werden. Mit intelligenter Datennutzung liessen sich zudem „Interaktionen personalisieren und auf die Bedürfnisse Einzelner zuschneiden“. Auch eine „schnelle Skalierung“ wird empfohlen. Die „kritische Masse“ könne dabei „durch ein intensives Marketing auf sämtlichen Kanälen“ erreicht werden. hs 


VZH