Donnerstag, 21. September 2017 16:05 Uhr
12.09.2017

Werner Siemens-Stiftung investiert in neues ETH-Zentrum

Kategorie: News

Zürich - Die Werner Siemens-Stiftung ermöglicht mit einer Schenkung von 12 Millionen Franken ein neues Zentrum zur Erforschung atomarer Bauteile. Aufgebaut wird dieses von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und dem Karlsruher Institut für Technologie.

Das neue Zentrum soll 2018 seinen Betrieb aufnehmen, wie es in einer Medienmitteilung der ETH heisst. Eine Gruppe von Forschenden der ETH und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wird dort neuartige Schaltkreise entwickeln, deren Bauteile auf dem Niveau einzelner Atome arbeiten und damit besonders klein sind. Diese sollen dazu beitragen, dass Netzwerkkomponenten und Prozessoren energieeffizienter und platzsparender werden. Weil die Menge an Daten, die weltweit über Kommunikationsnetzwerke ausgetauscht und verarbeitet werden, kontinuierlich ansteigt, sei es wichtig sicherzustellen, dass damit nicht auch der Platz- und Energieverbrauch ansteigt, erklärt die ETH.

„Die grosszügige Schenkung der Werner Siemens-Stiftung bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Kompetenzen des KIT und der ETH im Bereich der Elektronik und der Photonik von einzelnen Elektronen zu bündeln. Damit wird die Grundlagenforschung gestärkt und die Translation in die Praxis beschleunigt“, lässt sich ETH-Präsident Lino Guzzella zitieren.

Die Werner Siemens-Stiftung erhofft sich von der Schenkung „einen entscheidenden Durchbruch im Bereich der Kommunikationstechnologie“, wie Hubert Keiber von der Stiftung erklärt.

Laut der Mitteilung handelt es sich bereits um die dritte Schenkung der Werner Siemens-Stiftung an die ETH Zürich Foundation. Die Partnerschaft existiert seit 2004. Die in Zug ansässige Stiftung unterstützt bahnbrechende technisch-wissenschaftliche Forschungsvorhaben an Universitäten und Hochschulen sowie auch ausgewählte Projekte. ssp


VZH