Sonntag, 16. Dezember 2018 1:52 Uhr
29.11.2018

Wirtschaftswachstum erleidet Unterbruch

Kategorie: News

Bern - Im dritten Quartal 2018 ist das Schweizer Bruttoinlandprodukt gegenüber dem Vorquartal geschrumpft. Damit wurde das seit anderthalb Jahren anhaltende starke Wirtschaftswachstum abrupt unterbrochen. Sowohl Industrie als auch Dienstleistungssektor sind betroffen.

Einer Mitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zufolge ist das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent zurückgegangen. „Die seit anderthalb Jahren anhaltende starke Wachstumsphase der Schweizer Wirtschaft wurde jäh unterbrochen“, schreiben die Analysten des SECO dort. Die Schweiz folge damit „zeitgleich der deutlichen Konjunkturabschwächung im europäischen Ausland und insbesondere in Deutschland“.

Die negative Entwicklung erstreckte sich dabei sowohl über die Industrie als auch über den Dienstleistungssektor. In der Industrie fiel die Wertschöpfung um 0,6 Prozent geringer aus als im zweiten Jahresquartal. Die Warenexporte wiesen gar einen Rückgang von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal aus. Allerdings machten die Experten des SECO im Oktober bereits wieder eine Erholung des Aussenhandels aus.

Im Dienstleistungssektor verliefen die Entwicklungen nach Branchen betrachtet unterschiedlich. Im Handel und in der Finanzbranche war die Wertschöpfung gegenüber dem zweiten Quartal 2018 um 1,0 beziehungsweise 1,1 Prozent rückläufig. Die unternehmensnahen Dienstleistungen sowie der Gesundheitssektor konnten mit einem Wachstum der Wertschöpfung um 0,7 beziehungsweise 0,5 Prozent dagegen an den Aufwärtstrend der Vorquartale anknüpfen.

Die negativen Entwicklungen auf der Entstehungsseite spiegelten sich im dritten Quartal auch auf der Verwendungsseite des BIP. Konsumausgaben des Staates und Ausrüstungsinvestitionen gingen gegenüber dem Vorquartal um 0,1 beziehungsweise 2,0 Prozent zurück, die Bauinvestitionen stagnierten. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte zeigten ein schwaches Wachstum von 0,1 Prozent. hs


VZH