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26.04.2018

Wohltätigkeitssektor wächst

Kategorie: News

Zürich - Immer mehr Wohltäter richten Stiftungen ein, um ihren Zuwendungen höhere Wirkung zu verleihen. Die meisten Stiftungen arbeiten jedoch isoliert. Dies hat eine Studie von Havard Kennedy School und UBS ergeben. Die Grossbank fordert Wohltäter zur Zusammenarbeit auf.

Das Gesamtvermögen aller Stiftungen weltweit wird auf knapp 1,5 Billionen Dollar geschätzt, erläutert die UBS in einer Mitteilung. Sie hat das Hauser Institut der Harvard Kennedy School bei der Erstelltung des „Global Philanthropy Reports“ unterstützt. Die über drei Jahre hinweg geführte Studie erfasst Vorgehensweisen von Stiftern und Stiftungen weltweit. 

Der Mitteilung zufolge sind 72 Prozent aller Stiftungen nicht älter als 25 Jahre. In den letzten Jahren habe die philanthropische Tätigkeit von Einzelpersonen, Familien und Unternehmen zugenommen, erläutert die UBS. Sie richteten dabei vermehrt Stiftungen und andere Institutionen ein, um die Effekte ihrer Wohltätigkeitsinvestitionen zu verstärken. 

„Bei UBS arbeiten wir täglich mit herausragenden Stiftern zusammen“, wird Josef Stadler, Head Ultra High Net Worth Wealth, UBS Global Wealth Management, in der Mitteilung zitiert. Für die Züricher Grossbank sind sie „die Risikoträger und Innovatoren, die den Status quo der traditionellen Entwicklungshilfe in Frage stellen“. Die UBS will Stiftern dabei helfen, „durch ihre wohltätige Arbeit nachhaltige Wirkung zu erzielen“. 

Dazu hat die Zürcher Grossbank bereits 2015 die Global Philanthropists Community gegründet. Das Netzwerk für Wohltäter zählt derzeit über 400 Mitglieder, die hier zum Beispiel ihre Erfolgsrezepte austauschen können. Die Ergebnisse des Berichts stellen für die UBS nun einen weiteren „Aufruf  an alle Wohltäter zur Zusammenarbeit“ dar, um die Wirkung der Investitionen zu steigern. hs


VZH