Sonntag, 18. November 2018 10:50 Uhr
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Mehr Spielraum in der 2. Säule 

Vorsorge – In der beruflichen Vorsorge besteht wenig Freiraum für Individualität. Mit einer Ausnahme: Bei sogenannten «1e-Lösungen» können die Versicherten die Anlagestrategie für Lohnbestandteile über 126 900 Franken selbst wählen. Es besteht die Chance, die Rendite der Vorsorgegelder zu maximieren und gleichzeitig die Steuerlast zu optimieren.

 

 

 


Im obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge gibt es keinen Spielraum. Dieser obligatorische Teil umfasst Löhne zwischen 24 675 und 84 600 Franken. Hier ist gesetzlich alles klar geregelt: Die Löhne werden mit einem Mindestzinssatz verzinst und mit dem Umwandlungssatz von 6,8 Prozent in eine Rente umgewandelt. Für ein Vorsorgeguthaben von 100 000 Franken gibt es mit diesem Umwandlungssatz eine jährliche Rente von 6800 Franken. 


Bei den Lohnbestandteilen ab 84 600 Franken sind die Pensionskassen frei und legen Mindestverzinsung und Umwandlungssatz eigenständig fest. Diesen Teil ab 84 600 Franken nennt man Überobligatorium. Der Versicherte kann in der Regel aber auch hier nicht direkt mitbestimmen. 

 

 

Mehr Selbstbestimmung mit «1e-Lösungen»


Anders sieht das bei sogenannten «1e-Lösungen» aus. In diesen überobligatorischen Vorsorgelösungen können Lohnbestandteile ab 126 900 Franken versichert werden und es ist deutlich mehr Selbstbestimmung möglich. Das Gesetz lässt nämlich die individuelle Wahl der Vermögensanlage zu. Der Name «1e-Lösung» entspringt dem Artikel 1e, der in der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2) die Wahl der Anlagestrategien regelt. Gemäss diesem Artikel können Versicherte mit einer «1e-Lösung» selbst entscheiden, in welche Anlagestrategie sie investieren wollen. Vorsorgeeinrichtungen dürfen per Gesetz maximal zehn Anlagestrategien zur Auswahl anbieten, wobei mindestens eine Strategie risikoarm sein muss. 

 


Gestaltungsspielraum nutzen und profitieren!


Unternehmerinnen und Unternehmer sowie deren Mitarbeitende haben mit «1e-Lösungen» die Möglichkeit, individuell zu bestimmen, wie das persönliche Vorsorgeguthaben angelegt werden soll. Jeder Versicherte kann seine bevorzugte Risikostrategie auswählen – von risikoarm bis risikoreich. So wird der Gestaltungsspielraum in der beruflichen Vorsorge vergrössert und es bietet sich die Chance, höhere Anlageerträge zu nutzen. Die Versicherten sind für diesen Teil der Vorsorgegelder selbst verantwortlich. Sie können von möglichen Mehrrenditen profitieren, müssen aber auch allfällige Anlageverluste selbst tragen.

 

Bei Swiss Life haben sicherheitsorientierte Versicherte die Möglichkeit, sich für die Sparversicherung zu entscheiden und von einer Nominalwert- und Zinsgarantie zu profitieren. Einkäufe in «1e-Lösungen» können wie bei anderen Vorsorgelösungen vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Die Steuerbelastung kann zusätzlich optimiert werden, da potenzielle Anlageerträge nicht jährlich versteuert werden müssen – dies im Gegensatz zum privaten Anlagesparen. Eine «1e-Lösung» bietet somit grösstmögliche Individualität bis auf Stufe Mitarbeitende. 
Jene Unternehmen, die ihre Bücher nach IFRS führen, haben die Möglichkeit, sämtliche Vorsorgeleistungen in Kapitalform zu definieren: Das heisst, sie können so die Bilanz von Vorsorgeverbindlichkeiten entlasten, wodurch die Vorsorgeverpflichtungen maximal reduziert werden.  

Das wichtigste in Kürze

Von «1e-Lösungen» können Mitarbeitende mit Lohnteilen über 126 900 Franken (Stand 2018) Gebrauch machen. «1e-Lösungen» ermöglichen, die Rendite der Vorsorgegelder individuell zu optimieren, wobei der Anlageentscheid unter Berücksichtigung der persönlichen Finanz- und Risikosituation selbstbestimmt getroffen werden kann. Mit Einkäufen in «1e-Lösungen» wird die steuerliche Belastung optimiert und potenzielle Anlageerträge müssen nicht jährlich versteuert werden.

 

Mehr Informationen finden Sie unter: www.swisslife.ch/businesspremium

 

VZH