Sonntag, 16. Dezember 2018 1:52 Uhr

KMU erwarten weiteres Wachstum im Export

Export – Schweizer KMU fühlen sich gut auf den internationalen Wettbewerb vorbereitet. Trotz zunehmendem Protektionismus und Fachkräftemangel erwartet die Mehrheit ein weiteres Wachstum im Exportgeschäft. Dies geht aus einer Umfrage von A.T. Kearney und swiss export hervor.

 

 

 

 

Schweizer KMU blicken optimistisch in die Zukunft. Trotz grosser Veränderungen im internationalen Umfeld glaubt eine grosse Mehrheit im Exportgeschäft weiter zulegen zu können. Sorgen bereitet den Unternehmen die drohende Zunahme von protektionistischen Massnahmen sowie der Fachkräftemangel. Demgegenüber sieht sich die Mehrheit gut für die fortschreitende Digitalisierung gerüstet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage unter 66 Unternehmen, welche die Strategieberatung A.T. Kearney gemeinsam mit dem Verband swiss export Anfang 2018 durchgeführt hat. 

 

Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen beurteilt ihre aktuelle Wirtschaftslage als gut bis sehr gut. Und wenn es um die Zukunft geht, fällt die Einschätzung noch positiver aus: 81 Prozent bezeichnen die künftige Situation bis zum Jahr 2020 als gut bis sehr gut und verbinden damit auch einen Aufschwung ihrer unternehmerischen Kennzahlen.

 

«Die Mehrheit der Schweizer KMU blickt mit Selbstvertrauen und Zuversicht in die Zukunft. Ein zentraler Faktor für diesen Optimismus ist die hohe Innovationskraft, die Schweizer Unternehmen auszeichnet. Wettbewerbsfähige Differenzierung durch Innovation ist bei vielen Schweizer KMU tief in der DNA verwurzelt», kommentiert Markus Stricker, Partner und Managing Director von A.T. Kearney Schweiz. So geben 94 Prozent der Schweizer KMU an, verglichen mit anderen Unternehmen überdurchschnittlich viel in Innovation zu investieren.

 

 

Rahmenbedingungen matchentscheidend

 

Zufrieden sind die KMU auch mit den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. 74 Prozent der Befragten beurteilen sie als gut bis sehr gut. Allerdings sind die Aussichten auf die nächsten zwölf Monate nicht ungetrübt. Besonders zwei Themen bereiten Sorgen: Der Fachkräftemangel, den über die Hälfte der befragten Unternehmen als Konjunkturrisiko sieht, sowie der zunehmende Protektionismus.

 

«Vor dem Hintergrund einer sich stärker abschottenden US-Wirtschaft und drohender Handelskonflikte zwischen den Grossmächten bezeichnen fast 50 Prozent der Schweizer Exportunternehmen den zunehmenden Protektionismus als Konjunkturrisiko – und das, obwohl nur ein Viertel der Schweizer Exporte direkt in die USA fliesst. Offenbar besteht die Befürchtung, dass sich die protektionistischen Tendenzen global ausbreiten», erläutert Claudia Moerker, Geschäftsleiterin von swiss export, das Ergebnis.

 

Was die Erwartungen der Schweizer KMU an die Politik betrifft, stehen stabile Beziehungen zur Europäischen Union an erster Stelle. 58 Prozent sehen dies als Top-Thema für den Bundesrat. Als zweites Top-Thema für den Bundesrat nennen 39 Prozent den Abbau von Bürokratie.

 

 

Die vollständige Studie ist Opens external link in new windowhier zu finden.

 

 

www.atkearney.ch

 

Opens external link in new windowwww.swiss-export.com

 

 

 

VZH