Montag, 22. Oktober 2018 21:26 Uhr

Bilder: zVg

Stadler präsentiert neuen Zug

Bussnang – Der Schienenfahrzeughersteller Stadler und die Schweizerische Südostbahn AG haben vor 200 geladenen Gästen den neuen Zug Traverso vorgestellt. Elf dieser Züge werden bald zwischen St. Gallen und Luzern verkehren.

 

 


Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) hatte im Sommer 2016 elf neue Niederflurzüge bei Stadler Rail bestellt. Diese sollen nach dem Fahrplanwechsel 2019/2020 ältere Fahrzeuge auf der Strecke zwischen St. Gallen und Luzern ersetzen. Am Mittwoch wurden die Züge nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Beim Roll-out waren 200 Personen aus Politik und Wirtschaft mit dabei. Die neuen Züge werden bei SOB unter dem Namen Traverso verkehren.

 


Laut einer Mitteilung von Stadler handelt es sich um sechs achtteilige und fünf vierteilige Triebzüge. Die achtteiligen verfügen über 359 Sitzplätze, die vierteiligen über 197. Die Sitzplätze sind mit Steckdosen ausgestattet und bieten Pendlern die Möglichkeit zum Arbeiten. Dank der grossen Panoramafenster sollen aber auch Touristen die Strecke durch die Voralpen geniessen können.

 


«Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 rollen auf der Strecke des Voralpen-Express zwischen St. Gallen und Luzern die neuen Fahrzeuge und lösen somit die gesamte alte Voralpen-Express-Flotte ab», erklärt SOB- Verwaltungsratspräsident Hans Altherr. Er hebt auch den 13. Dezember 2020 hervor. Dann werde die SOB in Kooperation mit der SBB ins Fernverkehrsgeschäft einsteigen. «Ab diesem Datum fahren wir stündlich alternierend ab Zürich beziehungsweise Basel über die Gotthard-Bergstrecke nach Locarno und erweitern somit unser Marktgebiet markant.»

 

 

 

Über die Schweizerische Südostbahn AG

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) ist ein eigenständiges, in der Ost- und Zentralschweizverankertes Bahnunternehmen und beschäftigt über 560 Mitarbeitende. Das Kerngeschäft der SOB ist der Personenverkehr. Im Jahr 2017 reisten über 13,5 Millionen Fahrgäste mit der SOB. In den vergangenen Jahren optimierte das integrierte Bahnunternehmen in die betrieblichen Prozesse, baute das Leistungsangebot aus und investierte vermehrt in Infrastruktur, Rollmaterial und Sicherheit. Das SOB Schienennetz umfasst 123 Kilometer und ist reich an Tunnels, Viadukten und Brücken, darunter die höchste Eisenbahnbrücke der Schweiz, der 99 Meter hohe Sitterviadukt bei St. Gallen.

 

 

Über Stadler

Stadler baut seit 75 Jahren Züge. Der Systemanbieter von Lösungen im Schienenfahrzeugbau hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An mehreren Produktions- und Engineering-Standorten in der Schweiz, in Deutschland, Spanien, Polen, Ungarn, Tschechien, Weissrussland und den USA sowie über 30 Servicestandorten arbeiten über 7600 Mitarbeitende.

 

Stadler bietet eine umfassende Produktpalette im Bereich der Vollbahnen und des Stadtverkehrs an: Highspeed-Züge, Intercity-Züge,Regio- und S-Bahnen, U-Bahnen, Tram-Trains und Trams. Überdies stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reisezugwagen her. Darunter befindet sich auch Europas stärkste dieselelektrische Lokomotive. Stadler ist der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen.


VZH