Montag, 22. Oktober 2018 21:40 Uhr
Preisträger Scewo mit Dr. Jörg Müller-Ganz, Präsident des Bankrats der ZKB und Prof. Dr. Gian-Luca Bona, Vorsitzender der Jury. V.l.: Jörg Müller-Ganz, Thomas Gemperle, Bernhard Winter (CEO), Pascal Buholzer und Gian-Luca Bona.
Die Daedalean AG mit Patrick DeHart und CEO Luuk van Dijk.
Die MyoSwiss AG mit CEO Jaime Duarte, Alejandro Sancho und CTO Kai Schmidt.

Scewo gewinnt Pionierpreis 

ZKB Pionierpreis Technopark – Die Scewo AG gewinnen mit ihrem treppensteigenden Rollstuhl den ZKB Pionierpreis Technopark. Und damit ein Preisgeld von knapp 100'000 Franken.

 

 

Dank ihrem treppensteigenden Rollstuhl werden gehbehinderte Menschen künftig Hindernisse im Alltag selbständig meistern können. Das Jungunternehmen Scewo AG aus dem Technopark Winterthur gewinnt den mit knapp 100'000 Franken dotierten ZKB Pionierpreis Technopark 2018, einen der wichtigsten Innovationspreise für Jungunternehmen in der Schweiz.


Treppen und andere Hindernisse wie Bordsteine sind für Menschen im Rollstuhl oft nicht überwindbare Hindernisse. Das Jungunternehmen Scewo AG mit Sitz im Technopark Winterthur will dies ändern. Das Team aus drei Studenten der ETH Zürich und der Zürcher Hochschule der Künste hat sich zum Ziel gesetzt, den Rollstuhl des 21. Jahrhunderts zu entwickeln und damit das Leben von gehbehinderten Menschen neu zu definieren.


Der ebenfalls «Scewo» genannte Rollstuhl besticht durch Design und Funktionalität. Das Revolutionäre an ihm ist, dass er zwei Eigenschaften miteinander verbindet: Er kann auf seinen zwei grossen Rädern einerseits balancieren, was ihn sehr agil macht. Andererseits ist er durch die ausfahrbaren Raupen sehr robust und fähig, Treppen und andere Hindernisse zu überwinden. Diese Kombination ist einzigartig. Zusätzlich kann der «Scewo» im Stand durch zwei ausfahrbare Räder um rund 25 Zentimeter erhöht werden. Dadurch können sich Rollstuhlbenutzer fast auf Augenhöhe mit ihren Mitmenschen unterhalten.


Mit diesem innovativen Produkt setzte sich die drei Gründer Bernhard Winter (24), Thomas Gemperle (30) und Pascal Buholzer (26) gegen über 50 Start-Ups aus der ganzen Schweiz durch und überzeugten die Jury, bestehend aus namhaften Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft.

 

 

Zweite und Dritte mit Potenzial
Dr. Jörg Müller-Ganz, Präsident des Bankrats der Zürcher Kantonalbank, der Sponsorin des Pionierpreises, überreichte den Preis im Wert von 98'696.04 Franken (10000 x Pi im Quadrat). An der Preisverleihung wurden auch die zwei weiteren Finalisten ausgezeichnet: Die MyoSwiss AG und die Daedalean AG, beide aus Zürich. Sie erhielten ebenfalls eine finanzielle Anerkennung. Nämlich 9869.60 Franken.

 

Das Zürcher Jungunternehmen Daedalean rechnet damit, dass zirka in drei Jahren die ersten selbstfliegenden Passagierflugzeuge auf den Markt kommen werden. Flugzeuge, die nicht mehr kosten werden als ein Sportwagen und von jedem Laien geflogen werden können. Um dann bereit zu sein, baut das Team derzeit ein Autopilotsystem, das einen menschlichen Piloten vollständig ersetzen kann.

 

Das Start-up MyoSwiss entwickelt einen Hosenanzug für muskelschwache Menschen. Wenn alltägliche Aktivitäten wie das Aufstehen von einem Stuhl oder das Treppensteigen grosse Anstrengungen erfordern, wird der Alltag zur Herausforderung. Die MyoSwiss AG kombiniert Robotertechnologie und funktionelle Bekleidung, um die Mobilität von betagten und muskelschwachen Menschen zu verbessern. Sie hat einen speziellen Anzug namens «MyoSuit» erfunden, der als Gehhilfe dient.

 

Der ZKB Pionierpreis Technopark gilt als einer der wichtigsten Innovationspreise für Jungunternehmen in der Schweiz. Er wird seit 2001 jedes Jahr von der Zürcher Kantonalbank und der Stiftung Technopark Zürich verliehen.

 


Weitere Informationen unter www.pionierpreis.ch

VZH