Donnerstag, 16. August 2018 2:18 Uhr
Bild: Swisscom

Swisscom mit stabilem Ergebnis 2017

Swisscom – Die Swisscom blickt auf ein stabiles Geschäftsjahr 2017 zurück. Trotz leichtem Rückgang im Kerngeschäft, erzielte der gesamte Konzern einen Nettoumsatz auf Vorjahresniveau.

 


Im Grossen und Ganzen lag der Nettoumsatz der Swisscom 2017 mit rund 11,6 Millionen Franken auf Vorjahresniveau. Beim Reingewinn hingegen verzeichnete der Telekomkonzern einen Rückgang von 2,2 Prozent auf 1,57 Milliarden Franken. Der Grund dafür ist insbesondere ein rückläufiger Umsatz im Schweizer Kerngeschäft, das heisst im Bereich Festnetztelefonie und Roamingdiensten.

 


Dies sei auf die strukturellen Veränderungen im Telekommunikationsmarkt sowie den harten Wettbewerb zurückzuführen, wie CEO Urs Schaeppi an der Medienkonferenz vom 7. Februar 2018 erklärte. «2018 wird der Druck am Markt weiter zunehmen. Ein leicht rückläufiges Schweizer Kerngeschäft fordert uns weiterhin auf der Kostenseite», fasste Schaeppi zusammen. Das stabile Ergebnis ist auch der Beteiligung an dem italienischen Breitbandanbieter Fastweb zu verdanken. Das Unternehmen erzielte 2017 ein deutliches Umsatzplus. 

 

Strukturwandel eröffnet neue Opportunitäten

 

Des Strukturwandel im Telekommunikationsmarkt macht sich vor allem im Rückgang der Telefonanschlüsse bemerkbar. Immer mehr Kunden verzichten auf einen Anschluss: Die Zahl der Festnetzanschlüsse sank innert Jahresfrist um  320'000 Anschlüsse auf rund 2 Millionen. Die Umstellung auf die IP-Telefonie (All IP) verlaufe jedoch plangemäss. Bereits 2 Millionen Kunden haben auf die digitale Telefonie umgestellt, bei den Privatkunden entspricht dies über 90 Prozent.

 

Angesichts der strukturellen Veränderungen setzt Swisscom strategisch klar auf die neuen Technologien und damit auf neue Geschäftsfelder. Das neu lancierte inOne-Kombiangebot beispielsweise sei ein sehr erfolgreiches Produkt (1,3 Millionen Kunden), so Schaeppi. Auch im TV-Bereich will Swisscom ihren Marktanteil als Netzanbieterin von jetzt 33 Prozent ausbauen.

 


Erfreulich ist die Entwicklung im Geschäftskundenbereich. Hier konnte die Swisscom ein um 7 Prozent höheren Auftragseingang verzeichnen. Insbesondere bei den Cloud-Dienstleistungen steigt die Nachfrage. In diesem Bereich wolle man das Portfolio weiter ausbauen, so Schaeppi. Bereits im Oktober 2017 ergänzte Swisscom ihre eigene Cloud mit Lösungen von Amazon Web Services und Microsoft Azure. Der Geschäftskundenbereich ist damit ein wichtiger Wachstumsmarkt für Swisscom.

 

Angesichts dieser Marktentwicklung ist Swisscom der Ausbau der Netzinfrastruktur ein wichtiges Anliegen. Wie im Vorjahr investierte rund 20 Prozent Umsatzanteile in die Netzinfrastruktur. Erklärtes Ziel von Swisscom ist es, das beste Mobilfunknetz der Schweiz zu bieten.

VZH