Donnerstag, 17. Januar 2019 21:11 Uhr
Der Direktor der Betriebsgesellschaft Kongresshaus Zürich AG Titus Meier und Küchenchef Urs Keller mit der Trophäe des Irish Beef Clubs. (Fotos: Marie Madeleine LINTER & Kongresshaus Zürich)

Genuss am See

 

Zentral gelegen  Das im Kongresshaus Zürich angesiedelte Restaurant Intermezzo sorgt für ­kulinarische ­Höhepunkte.

 

Text Peter Blattner

 

Das Intermezzo ist prädestiniert für Geschäftsessen am Mittag oder Abend, wo in angenehmer Atmosphäre und ­kulinarischen Köstlichkeiten schwel-
­gend, vertrauliche Gespräche geführt und zum erfolgreichen Abschluss gebracht ­werden können. Küchenchef Urs Keller und sein Team bürgen für Qualität, ­welche sich nicht zuletzt in der Mitgliedschaft in der «Chaîne des ­Rôtisseurs» sowie der «Tafelgesellschaft zum Goldenen Fisch» niederschlägt.

Ein(blick) ins gastronomische Angebot

Für Gesellschaften, wie zum Beispiel die goldenen Fischer, kreiert der Küchenchef Spezialmenüs, aber auch sonst ist Fantasie angesagt. So gibt es unter anderem ein «Wasser-Menü», das aus Tuna Tatar, Orkney Salm, Zander und Ananas mit Schokolade besteht. Das «Gartenmenü» wartet mit Risotto, Linsenküchlein, Spitzpaprika und einem Heidelbeersorbet mit Quitte auf. Alternativ zur Süssspeise gibt es eine ausgesuchte Kä­sevariation. Und dann das «Weidemenü» für Fleischliebhaber: Es startet mit Jungente auf Sauerkraut, Schweizer Kalb mit Trüffel (oder wahlweise Rentierrücken), Bread and Butter Pudding. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Fisch. Es wird grossen Wert auf regio­nale Produkte, nachhaltige Zucht oder Wildfang gelegt. Der Tagesfisch  kommt aus dem Zürichsee. Er wird von Andy Braschler aus Hurden geliefert, der den Fisch gleichentags fängt und verarbeitet. Im Weiteren gibt es die riesige Seeforelle. Salzwasserfische liefern Schottland (Salm), Indonesien und der West Pazifik. Dass nach einem feinen Mahl fantasievolle Desserts und ausgesuchte Käseplättli vom Maître Fromager gereicht werden, versteht sich von selbst. Das Angebot wechselt regelmässig, die hier geschilderten Speisen waren im Moment der Abfassung des Porträts im Angebot und sollen die Fantasie und Vielseitigkeit des Küchenchefs belegen. Urs Keller bevorzugt regionale Lieferanten.

 

In vino veritas

Was wäre ein feines Essen ohne Wein? Die Karte lässt sich im Intermezzo erwartungsgemäss sehen. Bei den Weissweinen umfasst das Angebot nebst unseren Nachbarländern Spanien und Kalifornien. Die Karte der Schweizer Tropfen ist sehr erfreulich, seien es der Räuschling von Weinbauer Lüthi in Männedorf, der Neftenbacher Chardonnay von Nadine Saxer oder der Malanser Chardonnay von Annatina Pelizatti in Jenins. Auch die grossen Namen aus dem Waadt, dem Wallis und dem Tessin sind dabei. Die Rotweinkarte ist naturgemäss umfangreicher, auch hier ein Lob für die Auswahl an einheimischen Weinen aus quasi allen Wein produzierenden Kantonen.Hier sind auch Magnum Flaschen im Angebot wie zum Beispiel Nauer’s Pinot noir Rarum oder Quattromani, ein Merlot von vier Produzenten aus dem Tessin. Selbstredend adäquate Angebote aus europäischen Weinbaugebieten sowie den USA, Argentinien und Südafrika.Die Preise der Rotweine sind naturgemäss unterschiedlich, aber es muss gesagt werden, dass viele Tropfen zu zwischen 50 und 70 Franken erhältlich sind, was in einem Betrieb dieser Klasse sicher nicht übertrieben ist. Es wird auch der Offenausschank gepflegt, bei den Weissen sind immer zwei Schweizer Weine im Angebot, so zum Beispiel ein Pinot Gris vom Château d’Auvernier. Bei den Rotweinen könnte man den 1834 Stadt Zürich von Landolt erwähnen, eine Assemblage von Zweigelt, Merlot und Pinot Noir.

 

Weitere Angebote

Die ebenfalls im Kongresshaus ansässige «Brasserie» mit der grossen Terrasse setzt auf Frischprodukte, sei es zum Snack, zum Lunch oder einem Abendessen vor oder nach einer Veranstaltung. Mit der Carte Plus profitiert man von einem Treuebonus. Und wer gerne einen Abstecher ins Zürcher Nachtleben wagt, der ist mit einem Besuch im «Club Adagio» gut beraten. Trendige Veranstaltungen in einer prunkvollen Atmosphäre lassen jeden Abend bestens ausklingen.

 

Intermezzo

Gotthardstrasse 5, 8002 Zürich. Telefon: 044 206 36 36, Öffnungszeiten Mo-Fr: 11.30 bis 15.00 Uhr und 17.30 bis 23.30 Uhr, am Wochenende nur für geschlossene Gesellschaften geöffnet. www.kongresshaus.ch

 

Geschichte des Kongresshauses Zürich

1937 wurde mit der Kongresshaus-Stiftung eine Trägerschaft geschaffen, das Gebäude wurde von Max Ernst Haefeli, Werner Moser und Rudolf Steiger entworfen. Das Kongresshaus, das am 5. Mai 1939 eröffnet wurde, ist mit der Tonhalle zu einem einheitlichen Baukörper verschmolzen. In diesem Haus sind viele Weltstars, aber auch Staats­präsidenten, Bunderäte und  Wirtschaftsführer aufgetreten. Die AG hat ein Aktienkapital von 5 Millionen Franken und wird von über 1100 Aktionären gehalten.

VZH